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Grüner leben ohne Komfortverzicht

Nachhaltiger Alltag ist möglich.

Home » Schönheit » Grüner leben ohne Komfortverzicht - 12.2017

Weniger Wegwerfprodukte, geringerer Energieverbrauch, nicht mehr so viel Chemie – was nach großem Aufwand klingt, ist in Wirklichkeit ganz einfach. Denn man kann sehr wohl nachhaltig leben, ohne sich im Alltag einschränken zu müssen. Und es kostet nicht einmal mehr Zeit! Diese kleinen Umstellungen helfen der Umwelt entscheidend.

Beauty & Pflege

Abschminkpads, Wegwerfrasierer, Shampoos in Wegwerf­flaschen: Vieles von dem, was im Bad tagtäglich im Müll­eimer landet, lässt sich vermeiden.

  • Abschminktücher. Sie lassen sich prima waschen, ersetzen Wattepads und eignen sich auch zum Eincremen mit Öl. Toll auch für Babys und als Ersatz für Feuchttücher.
  • Natur-Produkte. Holzbürsten mit Wildschwein­borsten, Schwämmchen zur Gesichts- und Körperpflege, Holzzahnbürsten mit Carbon.
  • Deos ohne Aluminium: Hier sind nicht nur die Inhaltsstoffe natürlich, sondern auch die Materialien.
  • Wiederverwendbare Produkte vorziehen. Rasierer mit Ersatzklingen statt Einwegrasierer verwenden (und statt Rasierschaum Kokosöl), Produkte im Nachfüllpack kaufen.

Produkttipps:

Pflegend. Die Holzbürste aus Ahorn verfügt über Wildschweinborsten, die das Haar besonders schonend behandeln. Von ebelin.

Vegan. Das Sante Family Deo Roll-on wirkt mit Aloe vera und Salbei und verzichtet komplett auf Aluminium.

Alltag

Nirgendwo kann man leichter reduzieren als hier.

  • Plastik vermeiden. Das Geschirr wird mit einer Holzspülbürste sauber, Bienenwachstücher halten Brot und Gebäck frisch, Taschentuchboxen eignen sich für lose Tücher, Wäscheklammern aus Holz halten genauso gut.
  • Austauschen. Geschirrbürsten gibt es auch mit Wechselaufsatz, das reduziert Abfall.
  • Papier sparen. Nachrichten können auf klassische Tafelfolie geschrieben werden. Wegwischen statt Wegwerfen.
  • Selbermachen. Selbstgebastelte Kräuterkissen helfen gegen Mief. Im Winter große Kerzen mit Zimstangen schmücken, die durch die Erwärmung duften.
  • Bedürfnisse vereinfachen. Was man länger nicht verwendet hat, kommt weg und wird auch nicht ersetzt.
  • Natürliche Dünger verwenden. Zimmerpflanzen blühen auf, wenn sie abgestandenes Mineralwasser bekommen. Düngen kann man auch mit Kaffeesatz oder Tee: Die gebrauchten Beutel einige Stunden ins Gießwasser hängen.

Produkttipp:

Stark. Die Profissimo Spülbürste mit Holzstiel reinigt Töpfe und Geschirr.

Putzen

  • Hausmittel sind wieder in. Man kann aber auch zu biologisch abbaubaren Mitteln greifen.
  • Universalputzmittel oder selbst hergestellte Seifen reinigen so gut wie alle Oberflächen.
  • Nicht zu lange warten. Ist ein Fleck oder Angebratenes erst eingetrocknet, lässt es sich viel schwieriger entfernen. Handelt man gleich, braucht man keine scharfen Putzmittel.
  • Hausmittel. Essig ist ein Allrounder, der sich für viele Bereiche einsetzen lässt. Er entfernt (Seifen-) Ablagerungen und Kalk (Vorsicht bei Fugen!), ist ein toller Weichspüler-Ersatz und tötet Keime ab. Schmutzränder in Gläsern oder Vasen hingegen entfernt man, indem man ein Drittel zerkleinerte Eierschale und zwei Drittel Wasser in das Gefäß gibt, es über Nacht stehen lässt und dann schüttelt.
  • Statt der Küchenrolle alte Geschirrtücher oder Tücher (etwa alte Baumwollshirts) verwenden. Beim Fensterputzen greift man zu altem Zeitungspapier oder zu Lappen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Produkttipps:

Sauber. Die Waschnüsse von Cliir Nature sind rein pflanzlich, kompos­tierfähig und auch für Babys und Allergiker gut geeignet.

Schonend. Die plastikfreien, waschbaren Reinigungstücher von Planet Pure aus Bambusfasern eignen sich für Fliesen, Geschirr und Möbel.

Lese-Tipp: 6 Tipps für den Klimaschutz finden Sie hier.

Unterwegs

Falt-Shopper mitnehmen, sind ideal für Spontaneinkäufe, oder wenn man Spielzeug und Gewand von den Kids verstauen muss.

Eine gut gefüllte Jausenbox und Trinkflasche bilden die Grundausstattung. Unser Tipp mit Kleinkindern: wiederverwendbare Quetschbeutel für püriertes Obst. Und für Mama wiederverwendbare To go Becher für Kaffee.

Statt Taschentuchpackerl in Plastik kaufen wir lose Tücher und stecken sie in hübsche Etuis.

Möglichst aufs Auto verzichten. Positiver Nebeneffekt: Die zusätzliche Bewegung tut dem Körper gut.

Produkttipps:

Praktisch. Smoothies, Babybrei und Joghurt passen in die Quetschbeutel von Squiz, die sich gut auswaschen lassen und nicht auslaufen.

Stilvoll. Taschentuchboxen eignen sich hervorragend für lose Tücher.

5 einfache und nachhaltige Wohntipps

  • Effizient kühlen: Den Kühlschrank nicht neben Heizgeräte stellen. Tipp: Speisen vor dem Kühlen abkühlen lassen, das spart Energie.
  • Strom sparen: Geräte richtig ausschalten und nicht im Stand-by-Modus laufen lassen. Das macht allein beim Fernseher etwa 15 Euro pro Jahr aus.
  • Den Duschkopf wechseln: Spar-Duschköpfe verbrauchen etwa 6 Liter weniger pro Minute, ohne dass man etwas merkt. Außerdem verbraucht duschen drei mal weniger Wasser als baden.
  • Richtig lüften: Lüften sollte man nur stoßweise und bei abgedrehter Heizung. Tipp: Die richtige Raumtemperatur liegt bei 18-20 °C.
  • Sparsam waschen: Beim Waschen den Vorwaschgang auslassen und immer nur volle Maschinen waschen. Außerdem sollte die nasse Wäsche aufgehängt und nicht im Trockner getrocknet werden.
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