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Fitness fürs Vertrauen

Sportliche Übungen, die das Vertrauen stärken.

Home » Leben » Psyche » Fitness fürsVertrauen - 12.2015

Teil 1: Vertrauen pur – Klettern & Tauchen

„Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat“, schrieb der deutsche Dichter Matthias Claudius. Der chinesische Philosoph Laotse wusste: „Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.“

Dabei ist „gegenseitiges Vertrauen wichtiger als gegenseitiges Verstehen“, so sah es die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach. Und der Prager Literat Franz Kafka meinte: „Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.“ Wir sagen: Man kann es wieder lernen. Über Vertrauen haben sich viele Köpfe Gedanken gemacht. Dabei braucht man die nicht unbedingt, um dieses Gefühl zu stärken. Manchmal genügt dazu auch nur der Körper. Die Bewegung. Der Sport. Er trainiert nicht nur Kondition und Muskelkraft, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und die Bereitschaft, anderen zu vertrauen. Bei den folgenden Übungen, Workouts und Sportarten kann man lernen, sich aufeinander zu verlassen – und dabei das Selbstvertrauen festigen.

Tipp:

Ob du glaubst, du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst immer recht haben. Wer in sich selbst vertraut, vertraut auch anderen leichter.

Gemeinsam hoch hinaus

Klettern gehört zu den traditionellen Sportarten, die in den vergangenen Jahren einen neuen Boom erlebt haben. Boulderhallen sind bestens besucht und ein beliebter Treffpunkt für Menschen, die beim Indoor-Klettern auf überschaubarer Höhe fit bleiben und dabei auch noch nette Leute kennenlernen wollen. Moderne Hochseilparks sind Abenteuerspielplatz, Trainingsort und Touristenattraktion in einem. Und machen Lust, auch einmal draußen in der Wildnis eine Wand zu besteigen und ein Bergpanorama aus der Gämsenperspektive zu genießen. Dieser Sport beansprucht durch die unterschiedlichen Bewegungsabläufe alle Muskeln im Körper gleichmäßig und ausdauernd, fördert die Beweglichkeit und Balance und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und in den Kletterpartner. Schließlich übergibt man dem Menschen am anderen Ende des Seils oft die Verantwortung über sein Leben.

Mutig. Das Vertrauen anderer muss man sich erarbeiten. Anderen zu vertrauen muss man sich trauen.

Mutig. Das Vertrauen anderer muss man sich erarbeiten. Anderen zu vertrauen muss man sich trauen.

Die Portion Vertrauen, die man dazu braucht, ist nicht von Anfang an da, sie muss erst gemeinsam erarbeitet werden. Dafür sollte man sich in Übungsstunden in der Halle oder bei einfachen Aufstiegen auch genügend Zeit lassen – und über Ängste und Bedenken sprechen. Ist nicht immer ganz einfach, lohnt sich aber. Wenn jeder auf die Bedürfnisse des anderen eingeht und die nötige Aufmerksamkeit aufbringt, lernen beide viel. Auch fürs Leben. Kein Wunder also, dass auch Psychologen mittlerweile die Vorzüge dieses Sports erkannt haben – und ihn speziell in der Jugendarbeit einsetzen.

Miteinander tief hinunter

Ohne Vertrauen tümpelt man im Seichten. Wer tiefer gehen will, sollte tauchen lernen. Dazu braucht man einen Tauchlehrer, bei dem man sich wirklich sicher fühlt. Das Schlimmste, was einem unter Wasser passieren kann, ist eine Paniksituation. Die lässt sich durch vernünftiges Verhalten und einer guten Vertrauensbasis vermeiden.

Verbunden. Das Vertrauen geht Hand in Hand mit dem Respekt.

Verbunden. Das Vertrauen geht Hand in Hand mit dem Respekt.

Wer – etwa im Winterurlaub im Süden – mit dem Tauchen beginnen möchte, sollte sich verlässliche Partner suchen. Am besten informiert man sich schon im Vorfeld und lässt sich Empfehlungen geben. Vor Ort kann man das Bauchgefühl punkto Unterwasserbegleitung oft beim kostenlosen Schnuppertauchen im Pool testen. Nur keine Scheu, mit der nötigen zwischenmenschlichen Übereinstimmung erwarten einen tolle Erlebnisse.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Vertrauen pur – Klettern & Tauchen
Teil 2: So unterstützt Sport Ihre Partnerschaft
Teil 3: Vertrauensübungen für zu Hause

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