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Wasser, marsch!

So macht Sport im Sommer Spaß.

Home » Genuss » Fitness » Wasser, marsch! - 07.2017

Wer will bei dieser Hitze auch noch zum Sport gehen? Ganz einfach: Alle, die ihr Workout ins Wasser verlegen. Und die nächste gute Nachricht: Bei der großen Auswahl an Wassersportarten ist garantiert für alle etwas dabei.

Sommer, Sonne, Sport. Klingt auf den ersten Blick doch ganz gut. Doch bei genauerer Betrachtung treibt schon allein der Gedanke an körperliche Anstrengung bei großer Hitze den meisten Menschen die Schweißperlen auf die Stirn. Zum Glück gibt es eine ein­fache Möglichkeit, sich auch in der heißen Jahreszeit ausgiebig im Freien zu bewegen, die Muskeln zu stärken und Energie zu tanken. Man verlegt das Workout einfach ins – oder zumindest ans – Wasser. Die Auswahl an tren­digen Sportarten ist mittlerweile so groß, dass jeder erfrischt in Form kommen kann.

Aqua-Fitness

… wird heute nicht nur in Fitnessstudios und Hallenbädern, sondern immer öfter auch im Freibad angeboten. Ob Aquaaerobic, Aqua-Stepaerobic, Aqua-Spinning, Aqua-­Jogging oder Aqua-Zumba – die kräftigenden Workouts gegen den Wasserwiderstand sind höchst effektiv und gut für die Gesundheit. Denn durch die gewichtsentlastende Wirkung des Auftriebs werden die Gelenke geschont. Dazu kommt, dass die Massagewirkung des Wassers das Bindegewebe stärkt. Und auch der Kalorienverbrauch kann sich sehen lassen. Er ist doppelt bis dreimal so hoch wie bei vergleichbarer Anstrengung an Land.

Stand-up Paddling

… ist nach wie vor ein großer Trend auf allen Gewässern dieser Welt. Kein Wunder: Der Funsport, bei dem man auf einer Art Surfbrett steht und sich mithilfe eines Stech­paddels fortbewegt, kann schnell und sicher erlernt werden und bietet einen hohen Spaßfaktor. Das Stehpaddeln geht auf polynesische Fischer und hawaiianische Surf­lehrer zurück; in der Wettkampfdisziplin Stand-up Paddle Surfing wird das Stehpaddeln mit Surfen kombiniert, beim Distance Stand-up Paddling legt man größere Wegstrecken zurück. Trainiert werden Gleichgewicht, Muskelkraft und Aus­dauer. Paddel gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen – und immer häufiger auch zum Ausleihen.

 

Waterline

… nennt sich eine neue, besonders im Sommer beliebte Form der Slackline. Je nach Länge und Material kann es sich dabei um eine Jumpline, Trickline, Rodeoline, Longline oder Highline handeln, die über stehendem oder fließendem Wasser gespannt wird. Trainiert wird die Balance, verliert man sie, landet man einfach im kühlen Nass. Eine Herausforderung – selbst für geübte Slackliner – besteht darin, dass man sich von den Bewegungen des Wassers nicht irritieren lassen darf. Auf der Waterline lässt sich das Fallen und Fangen der Slackline besonders gut üben. Wichtig ist allerdings, das Gelände vor dem Training auf spitze Steine, zu geringe Wassertiefe und andere Gefahren zu überprüfen.

Pool-Surfing

… bringt den Surfsport überallhin – sogar bis in die Großstädte. Dabei wird auf einer strombetriebenen künstlichen Wasserwelle auf einem Board gesurft, während rund um das Becken Freunde und Fremde von ihren Liegestühlen aus zusehen. Der Eintritt ist meist gratis, wer selbst surfen möchte, zahlt eine Gebühr, in der oft das Ausleihen von Board und Helm bereits inkludiert ist. Anfänger werden von professionellen Coaches betreut. Pool-Surfing ist ideal für den Mini-Urlaub nach der Arbeit – und für alle, die das Surfen einfach einmal ausprobieren möchten.

Schwimmen

… kommt natürlich auch nie aus der Mode. Wer es am liebsten klassisch mag, dreht einfach ein paar Runden im See, im Meer, im Pool oder im Teich. Dabei werden sämtliche Muskeln des Körpers beansprucht und das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt. Auch der Kalorienverbrauch ist beachtlich. Alleine durch den Wärmeaustausch zwischen dem Körper und dem kühlen Wasser werden Fettpolster reduziert. Bei zügigem Schwimmtempo verbrennt man etwa 500 Kalorien pro Stunde.

Wichtig ist allerdings, dass die Bewegungen korrekt ausgeführt werden. Wer beim Brustschwimmen Nackenschmerzen bekommt, sollte darauf achten, dass über dem Wasser ein- und unter dem Wasser ausgeatmet wird – sonst kann die Halswirbelsäule Schaden nehmen. Eine falsche Beinschere kann zu Fehlbelastungen des Beckens und der Knie führen.

Um Fehler zu korrigieren, kann es hilfreich sein, die richtige Bewegung mit einem Schwimmbrett zu üben. Immer mehr Erwachsene nehmen aber auch Trainerstunden, um ihren Schwimmstil zu verbessern. Viele Bäder und Fitnessstudios bieten heute diesen Service an.

Ein neues Tool könnte dabei zusätzlich zu gesünderen Schwimmbewegungen und mehr Ausdauer verhelfen: der Powerbreather, der seit einigen Jahren auch von Spitzensportlern wie Jan Frodeno oder Thomas Lurz genutzt wird. Dieses Sportgerät, das sich als Weiterentwicklung des Frontschnorchels versteht, versorgt den Schwimmer durchgehend mit frischer Atemluft, ohne dass er den Kopf aus dem Wasser heben muss. Eine innovative Ventiltechnik bietet dabei Schutz vor eindringendem Wasser und vermeidet das störende Ausblasen von Flüssigkeit im Schnorchel.

So wird Schwimmen auch auf längeren Strecken zum reinen Vergnügen, und das ist gut so — denn an wirklich heißen Tagen will man schließlich möglichst lange im Wasser bleiben.

Kanupolo

… ist ein relativ junger Sport, der sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut. Ähnlich wie beim verwandten Wasserball müssen zwei Teams versuchen, den Ball in ein Tor zu werfen, das in zwei Metern Höhe über dem Wasser hängt. Allerdings sitzen die Spieler in kleinen, wendigen Einerkajaks und dürfen ihn sowohl mit der Hand als auch mit dem Paddel befördern. Körperkontakt mit dem Gegner ist verboten, mit einer Ausnahme: der Spieler, der gerade den Ball kontrolliert, darf an der Schulter oder Seite geschubst und zum Kentern gebracht werden. Dass man für diesen turbulenten Sport mit hohem Fitness-Faktor erstmal Kanu fahren lernen sollte, versteht sich von selbst.

5 Wasser-Übungen

 

Aqua Workout – effektiv und schnell

Hampelmann
Der Hampelmann im Wasser funktioniert genau so wie der am Land – abwechselnd springt man von einem engen in einen breitbeinigen Stand und nimmt dabei die gestreckten Arme mit. Im Wasser ist die Übung dreimal so anstrengend, weil man gegen den Wasserwiderstand arbeiten muss. Ideal: 3 x 30 Sekunden

Knieheber
Bei dieser Übung geht es darum, die Knie mit Schwung an den Körper zu bringen. Ausgangsposition dafür ist ein aufrechter Stand. Mithilfe einer gewissen Bauchspannung wird das Knie heran gezogen. Durch die Wasserkraft, die gegen die Beine drückt, ist das eine effektive Übung für Beine und Po. Ideal: 3 x 10 Wiederholungen

Sprinter

Ausgangsposition für diese Übungen, bei der man unter Wasser „läuft“, ist eine aufrechte Haltung. Dann so schnell es geht auf der Stelle lossprinten. Die Knie muss man dabei etwas mehr heben als beim „normalen“ Joggen, damit man das Wasser quasi „wegtritt“. Die Arme dabei nicht vernachlässigen und immer in der Bewegung mitgehen lassen. Ideal: 3 x 30 Sekunden

Beinheber gerade
Wie der Name schon sagt, geht es darum, das Bein ausgestreckt zu heben. Die Bauchmuskeln müssen hier genauso mitarbeiten wie die Beinmuskulatur. Wichtig ist, dass der Oberkörper nicht nach hinten ausweicht. Auch hier nimmt man die Arme mit – jedoch diagonal. Das vereinfacht das Heben des Beins. Ideal: Pro Bein 3 x 10 Durchgänge

Beinheber außen
Diese Übung ist ganz ähnlich wie der gerade Beinheber mit dem einzigen Unterschied, dass das Bein nicht nach vorne sondern auf der Seite gehoben wird. Das formt die Taille und stärkt die seitlichen Bauchmuskeln. Man sollte darauf achten, dass der Oberkörper aufrecht bleibt. Ideal: Pro Bein 3 x 10 Durchgänge

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