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Wellness von Welt

Wir stellen weltweite Wellness-Behandlungen vor.

Home » Genuss » Wellnessvon Welt - 06.2016

Ferne Kulturen haben uns ihre exotischen Wohlfühlrituale nahegebracht. Wellness-Behandlungen von anderen Kontinenten finden wir praktisch schon nebenan. Wir reisen einmal ganz entspannt um den Erdball. Und nehmen ein paar Souvenirs mit.

Pantai Luar

Kräuter-Traum aus Indonesien: Ins Deutsche übersetzt heißt „Pantai Luar“ so viel wie „an neuen Ufern“. Und so fühlt man sich auch nach dieser Stempelmassage, die auf alten ostasiatischen Konzepten beruht. Die Behandlung wurde mittlerweile an europäische Vorlieben angepasst. Aber die Massage mit den duftenden Kräutern lässt trotzdem pures Fernost-Feeling aufkommen. Je nach Jahreszeit und Therapeut kann sich die Zusammensetzung ändern, meistens sind schwarzer Sesam, Kurkuma, Tamarinde, Zimt, Beeren, Ingwer und Kaffirblätter enthalten. Zuerst wird die Haut mit aromatisiertem warmen Wasser benetzt und mit duftendem Öl eingerieben. Erst danach folgt die eigentliche Massage mit den heißen Leintuchstempeln, in denen die Kräuter enthalten sind. Wegen der hohen Temperatur der Stempel sollte Pantai Luar nur von zertifizierten Profis ausgeführt werden.

Wohltuend. Die massegeform aus Indonesien strafft und durchblutet.

Wohltuend. Die Massageform aus Indonesien regt den Körper an.

Souvenirs: Die Haut wird gestrafft, die Durchblutung gefördert und die Entgiftung des Körpers angeregt. Gleichzeitig wird die Zellerneuerung angekurbelt und Muskelverspannungen werden gelöst.

Duft-Tipp: Den typischen Duft von Indonesien in das Home-Spa holen? Man braucht dazu rauchig-süße Komponenten. Auch der Duft von frischen früchten liegt in Indonesien immer in der Luft.

Lomi Lomi Nui

Entspannen wie im Hawaii-UrlaubLomi Lomi Nui wird auch als „hawaiianische Tempelmassage“ bezeichnet. Zum einen, weil die Hawaiianer den menschlichen Körper auch den Tempel der Seele nennen, zum anderen, weil sie ursprünglich von den Kahunas, den traditionellen Heilern Hawaiis, in Verbindung mit den energetisierenden Tanzbewegungen des Hula durchgeführt wurde. „Lomi“ bedeutet „kneten, reiben, drücken“, „Nui“ heißt „außergewöhnlich“. Der ganze Körper wird nicht nur im herkömmlichen Sinn massiert, sondern auch sanft gedehnt und gestreckt. Begleitet wird das Ritual von entspannenden hawaiianischen Klängen und angenehm duftenden Ölmixturen.

hawaii massage

Erwachend. Die Hawaiianische Massage weckt die Lebensgeister.

Souvenirs: Alte Verspannungen und aktuelle Blockaden sollen aufgelöst werden, ebenso wie Stress und überholte Gedankenmuster. Ziel: innere Harmonie, Selbstliebe und Geborgenheit. Durch die tiefe Entspannung während der Behandlung, die sich über mehrere Stunden erstrecken kann, erlebt man den Körper völlig neu. Insbesondere wenn die Anwendung vierhändig ausgeführt wird.

Duft-Tipp: Typisch für Hawaii ist der Geruch der Blumenketten, die z.B. aus Orchideen oder Plumerias bestehen.

Wambo Mambo

Bambusmassage der Aborigines: Wambo Mambo bedeutet „was in die Tiefe geht“. Und genau das tut diese Massagetechnik der australischen Aborigines, die immer häufiger auch in hiesigen Wellnesseinrichtungen angeboten wird. Öl wird dazu üblicherweise keines benutzt, dafür eine Bambusrolle. Mit ihr walkt man den Rücken kräftig in Richtung Muskelfasern und quer dazu durch, danach werden die Meridiane ausgestrichen. Das muss man aushalten können, aber es lohnt sich. Denn auf diese Weise werden auch tiefliegende Muskelverspannungen gelöst. Abschließend bearbeitet der Masseur die Haut mit einem Fellhandschuh, um auch die oberste Hautschicht zu aktivieren.

junger Mann Bambus massage

Lockernd. Mit der Bambusmassage der Aborigines werden die Muskeln so richtig durchgelockert.

Souvenirs: Die Wambo-Mambo-Massage soll die Muskeln lockern, die Durchblutung anregen, zu tiefer Entspannung führen und die Körperwahrnehmung intensivieren. Außerdem vermittelt sie ein herrliches Gefühl von Leichtigkeit und hilft dabei, frische Energie zu tanken.

Duft-Tipp: Australien, das Land der Aborigines, Kängurus und Koalas, riecht nach Bambus, Eukalyptus und Sonne.

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Rasulbad

Der ägyptische Jungbrunnen: Das uralte Dampfbad-Zeremoniell für alle Sinne stammt aus Ägypten. Zunächst wird der Körper mit duftendem, pflegendem Heilschlamm gesalbt, einzelne Regionen werden mit unterschiedlichen Schlammvarianten bestrichen. Durch milden Dampf und sanft steigende Temperatur bis auf rund 40 Grad können sich die mineralischen Wirkstoffe der Packung stärker entfalten. Nun wird der feuchte Schlamm langsam kreisend auf der Haut verrieben und wirkt wie ein schonendes Peeling, das sie samtweich macht. Beendet wird das Rasulbad mit einer warmen Dusche. Danach nimmt die tiefengereinigte Haut hochwertige Pflegeöle sehr gut auf.

Revitalisierend. Im ägyptischen Rasulbad werden Energien freigesetzt.

Souvenirs: Eine bessere Durchblutung der Haut, festeres und entschlacktes Gewebe und reger Stoffwechsel. Außerdem fühlt man sich herrlich entspannt und auf wundersame Weise verjüngt. Rasulbäder zählen immer öfter zum Angebot heimischer Wellness-Hotels.

Duft-Tipp: Typische Düfte aus Ägypten sind einerseits süße, schwere Duftnoten, die vom heißen Land am Nil erzählen, andererseits aber auch weiche-luftige Zitrusnoten, die den Geist wach halten.

Floating

Treiben wie im Toten Meer: In keinem anderen Gewässer der Welt treibt man wie ein Korken an der Oberfläche und kann nicht untergehen. Grund dafür ist der hohe Salzgehalt von rund 30 Prozent im Toten Meer. Diese Schwerelosigkeit macht man in Floating-Becken mit konzentriertem Salzwasser mittlerweile in fast jeder großen Stadt nach. Therapeutisch, etwa für Burn-out-Patienten, oder einfach zur Entspannung. Ziel: alle Reize ausschalten. Deshalb schwimmt man auch in völliger Dunkelheit. Man kann dabei träumen, meditieren oder eindösen. Das aufgelöste Salz bildet währenddessen eine Art Schutzfilm auf der Haut. Dadurch kann man länger im Tank verweilen, ohne dem Teint zu schaden.

Floating Entspannung pur

Abschalten. Beim Floating treibt der Körper einfach auf der Wasseroberfläche. Entspannung für Geist und Körper.

Souvenirs: Normalerweise muss das Gehirn einen Großteil seiner Kapazität dazu verwenden, Außenreize zu verarbeiten und sie gedanklich zu reflektieren. Im Floating-Tank ist es von all diesen Wahrnehmungen entlastet und kann einfach abschalten. Man hat das Gefühl zu schweben – und baut in kürzester Zeit Stress ab.

Duft-Tipp: Die trockene, leicht schwüle Luft am Toten Meer riecht stark würzig.

Lava Shells

Wohltuende Venusmuschel aus dem Pazifik: Diese besonders sanfte Massage wird mit echten, selbstheizenden Venusmuscheln durchgeführt, die meistens von den Philippinen stammen. Die handgroßen Lava Shells werden mit einem besonderen Gemisch aus Algen, Mineralien und Seetang gefüllt, das sie für über eine Stunde erwärmt – also länger, als die 60-minütige Behandlung dauert. Der Masseur arbeitet wahlweise mit der flachen Seite der Muscheln oder mit ihren Kanten, je nach Notwendigkeit. Da nur sehr wenig Druck ausgeübt wird, ist diese Methode besonders für schmerzempfindliche Personen geeignet. Abgerundet wird das Erlebnis mit exotischen Massageölen.

Vielseitig. Venusmuscheln sind nicht nur köstlich, auch als Massagehelfer sind sie fantastisch.

Souvenirs: Entspannung ist das Hauptziel. Durch die angenehme Wärme können sich verspannte Muskeln wieder lösen, durch die zarten Berührungen und die angenehmen Aromen wird auch die innere Anspannung abgebaut. Das Ergebnis ist pures Ferien-Feeling.

Duft-Tipp: Ein salziger Geruch nach Zitronen, Limetten und Freiheit liegt einem in der Nase, wenn man an den Pazifik denkt.

Ayurveda-Kuren

Indische Wohlfühl-Weisheit: Hinter dem Begriff Ayurveda – zu deutsch: „Wissen vom Leben“ – verbirgt sich kein kurzlebiger Wellnesstrend, sondern eine Jahrtausende alte indische Heilkunst, die auch vorbeugenden Charakter hat. Laut der ayurvedischen Lehre besteht jede Form von Materie aus einer Kombination von fünf grundlegenden Elementen: Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther. Im menschlichen Organismus zeigen sie sich als drei für das Auge nicht sichtbare Energien – Vata, Pitta, Kapha – die alle Funktionen des Körpers, des Verstandes und des Bewusstseins regeln. Ziel von Ayurveda-Kuren ist es, diese drei „Doshas“ ins Gleichgewicht zu bringen, um Krankheiten zu vermeiden. Bei einer Ausleitungskur soll diese Balance mit Hilfe von Wärmetherapien, Ölbädern für die Augen, Einläufen und Massagen wieder hergestellt werden. Oft werden in Ayurveda-Studios oder Wellnesshotels aber auch einzelne Behandlungen wie etwa der „Königsguss“ Pizzichilli angeboten. Bei dieser hoch entspannenden Mischung aus Massage, Wärme- und Öltherapie werden bis zu sechs Liter warmes Öl auf den Körper gegossen und sanft einmassiert.

Ayurveda

Ölig. Ayurveda ist eine sehr ölige Angelegenheit. Aber genau das ist die Stärke dieser Anwendungen.

Souvenirs: Entgiftung und Entschlackung sind wichtige Ziele bei Ayurveda-Kuren, ähnlich wie nach einer Fastenkur kann ein solcher Reinigungsprozess verdrängte Emotionen und Erlebnisse, aber auch unterdrückte Stärken an die Oberfläche bringen. Insgesamt soll Altes losgelassen und neue Kraft gesammelt werden.

Duft-Tipp: Die vorherrschenden Duftnoten in Indien sind süßliche, parfümierte Moschusnoten und Rosenaromen.

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