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Zahnhygiene für Kinder

Gute Tipps, viele Tricks und tolle Produkte rund um die Zahnhygiene bei Kindern.

Home » Family » Familienratgeber » Zahnhygienefür Kinder - 11.2015

Teil 2: Gesunde Kinder-Zähne

Wenn sich der erste Zahn durchs Kiefer beisst, kauft man eine Zahnbürste und lässt das Baby darauf herumkauen. Der Rest kommt dann ganz von selbst. Zahnhygiene für Kinder im Überblick.

Da ist er, der erste Zahn. Für viele Eltern ist der Durchbruch ein Meilenstein. Ein Weltwunder. Der Beginn einer neuen Ära. Nennen wir es das Kauozon. Ab jetzt gibt es keine Beißhemmung mehr. Und er steht dem Baby so, der erste Zahn, es sieht so viel reifer aus damit. Vergessen die langen Nächte, vorüber die Zahnungsbeschwerden. Kollege Nummer zwei kommt irgendwann in einem Monat, pah, bis dahin hat man sich von allen Strapazen erholt.

Zeitgleich mit dem ersten Zahn startet aber auch ein neues Projekt, das zuerst noch ganz harmlos klingt: die Zahnpflege. Es soll ja Kleinkinder geben, die sich über die sanfte Bürstenmassage von Mama freuen. In der Mehrzahl sind sie allerdings nicht. Deshalb empfiehlt es sich, Babys früh mit der Mundhygiene vertraut zu machen. Spezielle Zahnpflege-Lernsets gewöhnen den Nachwuchs spielerisch an die Bürste im Mund und mindern durch ihren Massageknopf zusätzlich den Druck beim Zahnen.

Probieren. Ist das was zum Essen? So was wie Eis, weil's einen Stiel hat. Kann nicht sein, der Papa spuckt immer was aus und steckt das Ding in einen Becher. Außerdem, so gut schmeckt's auch wieder nicht.

Probieren. Ist das was zum Essen? So was wie Eis, weil’s einen Stiel hat. Kann nicht sein, der Papa spuckt immer was aus und steckt das Ding in einen Becher. Außerdem, so gut schmeckt’s auch wieder nicht.

Erste Versuche

Spätestens wenn der erste Zahn – meist im Unterkiefer – teilweise sichtbar ist, empfehlen Zahnärzte, mit der täglichen Reinigung der Beißerchen zu beginnen. Nur so kann man Karies vermeiden und den gesunden Zahnschmelz erhalten. Die Bürste hierfür sollte weich und mit Kunststoffborsten sein. Weil die Kleinsten die Zahnpasta üblicherweise schlucken, verwendet man anfangs nur ein erbsengroßes Stück fluoridhaltiger Zahncreme. Je neutraler und weniger fruchtig die Pasta schmeckt, desto größer ist die Chance, dass sie auch im Mund bleibt. Im ersten Lebensjahr reicht es, die Zähne einmal täglich zu putzen. Nach dem ersten Geburtstag steigert man den Rhythmus auf zweimal, wobei morgens Bürste und Wasser völlig ausreichen.

Erste Rückschläge

Zähneputzen kommt nicht ohne Tricks und eine gute Taktik aus. Besonders hilfreich: Rituale, die stets eingehalten werden, wie Zähneputzen zu einem fixen Zeitpunkt, etwa direkt nach dem Baden. Oder eine Putzgemeinschaft mit den Geschwistern und Eltern. Dabei sollte man die Kleinen immer selbst probieren lassen, denn nur mit viel Übung beherrschen sie später die richtige Technik. Die Kinderbürste in der Lieblingsfarbe oder mit Tieraufdruck motiviert dabei mehr als die ewigen Ermahnungen. Und Tabletten, die nicht gründlich gereinigte Stellen einfärben, zeigen dem Kind deutlich, welche Stellen es beim Putzen vergessen hat, und machen ihm so deutlich, warum die Kontrolle durch einen Erwachsenen notwendig ist.

Putzen. Na ja. Warum nicht. Die Mama schaut beim Zähneputzen immer aus, als tät' ihr irgendwer eine Geschichte erzählen. Muss nur rausfinden, wer. Kann ja nicht so schwer sein.

Putzen. Na ja. Warum nicht. Die Mama schaut beim Zähneputzen immer aus, als tät‘ ihr irgendwer eine Geschichte erzählen. Muss nur rausfinden, wer. Kann ja nicht so schwer sein.

Grundsätzlich wird empfohlen, dass die Eltern so lange nachputzen, bis die Feinmotorik der Kinder entsprechend ausgebildet ist. Das ist dann der Fall, wenn sie die Schreibschrift fließend beherrschen, also etwa in der zweiten Klasse. Besonders wichtig ist gründliches Zähneputzen beim Zahnwechsel, da sich in den Lücken Speisereste gut festsetzen und Karies auslösen können.

Zähneputzen zu lernen ist für die Eltern mindestens so fad wie für die Kids. Zähneputzen nicht vergessen. Würde man für jede dieser Erinnerungen ein Kind satt machen können, hätte niemand auf der Welt mehr Hunger.

Bürste und Bürste

Kinder haben eine kleinere Mundhöhle, weswegen sie speziell auf ihr Alter abgestimmte Bürsten benutzen sollten. Die Kleinsten verwenden weiche Bürsten mit Kunststoffborsten, weil sie oft zu stark aufdrücken und das Zahnfleisch verletzen könnten. Auch sollte der Griff der Bürste rutschfest sein. Sind alle Milchzähne da, kann man auf Bürsten mit längeren Borsten umsteigen.

Tipp:

Eine Sanduhr hilft Kindern, abzuschätzen, wie lange sie ihre Zähne putzen sollen. Zwei ­Minuten genügen. 

Elektrisch oder manuell ist eine Frage, die vom Kind abhängt. Drückt das Kleine noch stark auf, behält man die Handzahnbürste bei. Für Kinder ab fünf Jahren eignen sich Bürsten, die an der Seite höhere Borsten haben, und in der Mitte niedrigere, weil man damit gleichzeitig Kau- und Seitenflächen reinigt. Erwachsenen-Zahnbürsten werden erst ab acht Jahren empfohlen, dann ist die Mundhöhle des Kindes groß genug.

Zur Mundhygiene gehört auch, die Zahnbürste regelmäßig auszutauschen. Sobald die Borsten krumm sind, spätestens aber alle drei Monate muss die Bürste ersetzt werden. Auch nach Krankheiten muss neues Putzzeug her, weil in der Bürste Bakterien und Keime zurückbleiben.

Lauter Zahnschmerz. Nelkenöl sorgt für leisere Nächte. Es wirkt vor allem betäubend, schmerzlindernd und desinfizierend. Es tötet eine ganze Reihe von Bakterien, Pilzen und Viren. Und es hilft Babys, die die ersten Zähne bekommen. Kleiner Nebeneffekt: Es wirkt auch gegen Blähungen.

Lauter Zahnschmerz. Nelkenöl sorgt für leisere Nächte. Es wirkt vor allem betäubend, schmerzlindernd und desinfizierend. Es tötet eine ganze Reihe von Bakterien, Pilzen und Viren. Und es hilft Babys, die die ersten Zähne bekommen. Kleiner Nebeneffekt: Es wirkt auch gegen Blähungen.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Teil 1: Die Familie fühlt mit
Teil 2: Gesunde Kinder-Zähne
Teil 3: So pflegen Sie die Baby-Zähne

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