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Zahnputztipps für die Kleinen

Alle meine Zähnchen.

Home » Family » Zahnputztipps für die Kleinen - 11.2016

Kleine Zähne, großes Saubermachen. Kaum lugen die Zähne aus dem Zahnfleisch heraus, gehören sie geputzt.

Manche Babys werden schon mit Zähnen geboren. Und damit ist nicht der Charakter gemeint. Eines von 10.000 Neugeborenen kommt mit einem oder sogar zwei Zähnen auf die Welt. Und die bezeichnet der Volksmund dann auch noch als Hexenzähne. Das kann werdende Mütter jetzt vielleicht beunruhigen. Dazu besteht aber überhaupt kein Grund. Denn die Dentes connati sind nur verfrühte Milchzähne, die mangels Wurzeln zumeist rasch ausfallen oder vom Arzt gezogen werden. Nicht weil Gefahr besteht, dass die Kinder beim Stillen die Mutter verletzen, sondern weil sie oft sehr locker sitzen und vom Baby verschluckt werden könnten. Kids mit dieser Besonderheit sind in illustrer Gesellschaft: Angeblich sollen auch der Sonnenkönig Ludwig XIV. sowie Kaiserin Sisi die voreiligen Beißerchen gehabt haben. Wann die Zähne eines Babys durchbrechen, kann man also so allgemein gar nicht sagen. Zwar schieben sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit paarweise – oben und unten abwechselnd – durch das Zahnfleisch, aber ob dieser Prozess im Mutterbauch, mit drei Monaten oder wenige Wochen vor dem ersten Geburtstag beginnt, ist eine individuelle Angelegenheit. Bei den meisten Kindern lassen sich die ersten Schneidezähnchen im Unterkiefer um den fünften oder sechsten Monat herumblicken. Mit einem Jahr hat das Baby dann in vielen Fällen vier Zähnchen oben und vier unten. Und im Idealfall auch schon eine Zahnbürste in der Hand.

BUCH TIPP Putz-Tipp

Perfekt zum Vorlesen: Eine Geschichte über die ersten Wackelzähne und die Zahnfee findet man im dm Online Shop.

Gewöhnungsphase

Auch wenn das Milchzahngebiss, das zumeist zum zweiten bis dritten Lebensjahr vollständig ausgebildet ist, im Schulalter ohnehin wieder ausfällt und nach und nach durch das bleibende ersetzt wird, ist seine Pflege obligat. Sie verhindert die Bildung von Karies, die nicht nur den Zahn zerstören, sondern auch Schmerzen verursachen und die Immunabwehr des Kindes schwächen kann. Und müssen Milchzähne gar gezogen werden, wandern ihre Nachbarn gerne in die verbleibenden Lücken, was wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung der bleibenden Zähne haben kann. Je früher man also mit dem Zähneputzen beginnt, desto besser. Zumal sich Kinder ja erst einmal daran gewöhnen müssen, mit der Bürste im Mund für Sauberkeit zu sorgen. Spezielle Lernsets mit extrakleinen, weichen Borsten und eigens entwickelte Gels und Pasten für die Kleinen und Kleinsten helfen dabei, ihnen das tägliche Ritual näherzubringen. Vor allem Babys macht es oft Spaß, der Mutter oder dem Vater abends bei der Zahnpflege nachzueifern. Natürlich wird dabei vor allem auf der eigenen Bürste herumgekaut und die Eltern müssen unbedingt gut nachputzen, aber die frühe Gewöhnung lohnt sich auf jeden Fall. Wichtig ist, dass die Kleinen nicht zu viel Zahnpasta verwenden. Ein erbsengroßer Klecks reicht völlig, wird er doch von den Allerkleinsten zumeist sowieso verschluckt. Das richtige Ausspucken lernen Kinder erst mit zwei oder drei Jahren. Und: Die Bürste sollte alle vier bis fünf Wochen gewechselt werden. Und zwar auch dann, wenn sie noch tadellos aussieht. Denn in den Borsten tummeln sich oft viele Bakterien.

Kind das gerade gebadet wurde

Hilfestellung

 Etwa ab dem zweiten Lebensjahr putzt man dann zweimal täglich: morgens mit Bürste und Wasser, abends auch mit Zahnpasta. Und in beiden Fällen noch mit elterlicher Unterstützung. Die Feinmotorik eines Kindes ist zumeist erst ab der zweiten Volksschulklasse so weit ausgebildet, dass es selbstständig alle Zahnbeläge entfernen kann. Trotzdem sollten die Kleinen es immer wieder versuchen: Früh übt sich, wer später einmal ein gesundes Gebiss haben will. Aber auch wenn Kids schon ganz alleine ihre Zähne putzen, können kleine Hilfen nicht schaden. Eine Sanduhr, die anzeigt, ob sie ihre Beißerchen schon lange genug gesäubert haben. Oder Tabletten, die Stellen einfärben, die noch einmal bearbeitet werden müssen. Oder eine elektrische Bürste für Kinder. Oder ein gemeinsames Ritual, das dafür sorgt, dass die Zahnpflege nicht langweilig wird. Auch in diesem Fall müssen oft die Eltern herhalten, allerdings nicht mehr als Reinigungshilfe, sondern nur noch als Anführer des Putztrupps, der sich zweimal täglich im Badezimmer trifft, um gemeinsam mit der Bürste im Mund ein Liedchen zu summen. Oder um Spiele zu erfinden: Wir jagen den Zahnteufel. Oder um sonst etwas zu tun, damit die Mundhygiene immer Spaß macht.

Grünspecht Natur-Bernsteinkette Bernsteinketten werden gern als Helferlein herangezogen, wenn Kinder zahnen. Aber warum eigentlich? Beim Tragen einer Bernsteinkette werden ätherische Öle abgegeben, die eine positive Wirkung auf das Baby haben und es beruhigen. Im dm Online Shop anzeigen In den Warenkorb

Zahnpflege auf Knopfdruck

Ab dem dritten Lebensjahr können Kinder die Zähne mit einer elektrischen Bürste putzen. Dadurch werden sie schneller sauber und die Kleinen drücken gerne auf die Knöpfe, mit denen man bei manchen Modellen sogar Musik einschalten kann. Allerdings sollte der Bürstenkopf klein genug sein und abgerundete Borsten haben. Denn gerade bei den Kleinen ist das Zahnfleisch noch sehr empfindlich. Und: Die elektrische Zahnbürste kann die elterliche Hilfe nicht ersetzen. So lange Kinder motorisch noch nicht in der Lage sind, ihr Gebiss wirklich gründlich zu säubern, muss auch mit E-Modellen nachgeputzt werden.

Geschichten zum Zähneputzen

Erstens. Der rebellische Zahn erzählt die Geschichte vom kleinen Rick und dem Zahnputz-Dilemma.
Zweitens. Karius und Baktus sind der Klassiker wenn es um das Zähneputzen geht.
Drittens. Der Leuchtturm im Zahnmeer ist eine herzige Geschichte zum Thema Zahnpflege.

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