Abgedockt: So klappt's mit dem Abstillen

Gut gemeinte Ratschläge zum Abstillen gibt es zur Genüge. Eine Hebamme sagt, wie es geht.

Beim Abstillen ersetzen Sie am besten nach und nach eine Stillmahlzeit durch ein Flascherl. Beim Abstillen ersetzen Sie am besten nach und nach eine Stillmahlzeit durch ein Flascherl.

Die Zeit, abzustillen ist für Sie gekommen? Aber wie am besten angehen? Das dm Online Shop Magazin hat eine Expertin gefragt. Ein Interview mit der Hebamme Eva Kranvogel-Kowarik, die für den Milupa Eltern + Baby Service Fragen der (werdenden) Eltern beantwortet..

Ich will abstillen, mein Baby will’s nicht: Was tun?

Stillen ist Teamarbeit zwischen Mutter und Kind und eine ganz persönliche Entscheidung genauso wie das Abstillen. Aber es klappt nur im Konsens mit dem Baby! Hören Sie auf Ihren Körper und Ihr Kind und lassen Sie sich durch gutgemeinte Ratschläge oder Meinungen aus der Familie oder im Freundeskreis nicht verunsichern.
Es geht um Ihr Baby und die Gesundheit und das Wohlbefinden beider. Die WHO empfiehlt aber Babys mindestens sechs Monate zu stillen. Auch während der Beikosteinführung sollte am besten weitergestillt werden. Das wirkt präventiv gegen Nahrungsunverträglichkeiten und ist gut für Babys Verdauung.

 

Ganz konkret: Wie gehe ich es am besten an?

Lassen Sie die Milchquelle langsam wieder versiegen, indem Sie ihr Baby nur mehr sporadisch und dann gar nicht mehr zum Stillen an die Brust legen. Ersetzen Sie eine Stillmahlzeit nach der anderen durch ein Fläschchen oder je nach Entwicklung des Babys durch Beikost.

Vielleicht können Ihr Partner oder die Großeltern in der Abstillphase ein wenig helfen. Da erfahrungsgemäß das erste Fläschchen besser von Papa oder Oma/Opa angenommen wird. Verzichten Sie in der heiklen Phase des Abstillens auch auf ein gemeinsames Bad: lieber in der Zeit  den Papa mit dem Baby gemeinsam in der großen Wanne baden lassen. So wird Ihr Baby nicht in Versuchung geführt, wieder an ihrer Brust zu saugen.

 

Wie ist das Abstillen am sanftesten für mein Baby? Am sanftesten für mich?

Natürliches Abstillen dauert erfahrungsgemäß einige Zeit. Setzen Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck. So ist es am schonendsten für Ihr Kind und Ihre Brust.

 

Wie unterstütze ich meinen Körper beim Abstillen?

Trinken Sie während des Abstillens schluckweise Salbei-und Pfefferminztee. Salbeitee hat eine stark abstillende Wirkung, Pfefferminze ein bisschen weniger, er reduziert die Milch. Gerne können Sie auch Zitronenwasser trinken oder Saures essen. Kühle Wickel (zum Beispiel Coolpacks oder Topfenwickel) sorgen dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen und weniger Milch produziert wird. Weißkohl- oder Krautblätter können unterstützend wie Stilleinlagen auf die Brust in den Still-BH gelegt werden. Sie helfen beim Abstillen indem sie die Milchmenge reduzieren. Dafür die Blätter waschen, die harten Stiele entfernen und mit dem Nudelholz walken, damit die ätherischen Öle freigesetzt werden.

Persönlich empfehle ich zum Abstillen keine homöopathischen Heilmittel anzuwenden, da das Stillen und die Milchbildung kein Krankheitssymptom darstellen, also auch kein Bedarf für ein Heilmittel gegeben ist.

Foto: shutterstock/S. Borisov

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