Mythen über Baby und Geburt

Als wäre die Geburt nicht schon aufregend genug, so tummeln sich auch noch zahlreiche Mythen und Volksweisheiten rund um die Schwangerschaft und Entbindung.

Ein Baby ist für viele das schönste Geschenk auf Erden. Doch gibt es viele Volksweisheiten und Mythen rund um das Thema Geburt und Schwangerschaft.

Das erste Kind kommt meist zu spät. Jedes Baby kostet einen Zahn. Und: Hat das Ungeborene viele Haare, bekommt die Mutter Sodbrennen. Alles Ammenmärchen oder steckt doch ein Fünkchen Wahrheit hinter den Aussagen?

Bei Geburt und Schwangerschaft – insbesondere, wenn es die erste ist – können sich werdende Mütter vor gut gemeinten Ratschlägen, Sprüchen und Weisheiten kaum retten. Da wird viel erzählt, viel gemutmaßt und viel gewusst. Doch was steckt dahinter, woher kommen die Mythen oder sind sie doch wahr? Diese sechs Behauptungen haben es auf die Top-Liste geschafft:

1.    Ein spitzer Babybauch sagt einen Buben vorher
Zeigt sich der Babybauch eher spitz, soll es ein Bub werden; ist er eher rundlich, so dürfen sich die Eltern auf ein Mädchen freuen – besagt zumindest eine Volksweisheit. „Alles Unsinn“, sind sich allerdings die Experten einig. Für die Behauptung gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise. Im Gegenteil: Schon im Jahr 1999 belegten Forscher einer amerikanischen Universität, dass es zwischen der Bauchform und Babys Geschlecht keinen Zusammenhang gibt. Für die Bauchform sind übrigens die Schwangerschaftshormone und die Breite des Beckens maßgeblich.

2.    Sodbrennen deutet auf eine volle Haarpracht hin
Auch nachfolgende Zeilen sind eindeutig in die Kategorie der Mythen einzureihen: Kinder mit vielen oder langen Haaren verursachen bei der Mutter Sodbrennen, heißt es. Das ist falsch. Sodbrennen hat sein Entstehen nämlich im Magen und nicht in der Gebärmutter. Es entsteht, wenn das wachsende Kind den Magen nach oben drückt.

3.    Mädchen lassen sich bei der Geburt mehr Zeit
Es ist ein Vorurteil, das auch vor dem Ungeborenen nicht Halt macht: So heißt es, dass Mädchen bei der Geburt deshalb länger brauchen, weil sie sich noch „zurecht machen“ müssen.

4.    Ein brauner Streifen am Babybauch prophezeit Zwillinge
Es wäre ja auch zu schön um wahr zu sein – nämlich, wenn werdende Mamas den braunen Streifen am Bauch nur bei zu erwartenden Zwillingen bekommen würden. Tatsächlich sind daran auch hier wieder die Hormone schuld. Denn: Während der Schwangerschaft wird hormonell bedingt mehr Melanin produziert.

5.    Jedes Kind kostet einen Zahn
Es sind wieder mal die lieben Hormone: Durch sie ändert sich die Zusammensetzung des Speichels, Bakterien können sich besser vermehren und werdende Mamis sind dadurch tatsächlich anfälliger für Karies. Allerdings: Schwangere müssen deshalb nicht gleich mit Zahn-Einbußen rechnen. Vorsorge ist hier wieder einmal besser als Nachsorge: Einfach besonders auf eine Kalziumzufuhr achten und einmal zu viel als zu wenig den Zahnarzt besuchen.

6.    Buben bescheren der Mama morgendliche Übelkeit
Der Volksmund kennt auch die gegenteilige Aussage, nämlich dass Morgenübelkeit auf ein Mädchen hinweisen soll. Das trifft es genau auf den Punkt: Ein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht des Babys und dem schwangerschaftlichen Unwohlsein lässt sich nicht feststellen.

Foto: maradonna 8888/shutterstock

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