Pre-Nahrung und Co: eine kleine Fläschchenkunde

Industrie-Nahrung statt Muttermilch? So klappt’s mit dem Fläschchen. Tipps und Tricks.

Fläschchen geben, so gelingt’s.

Natürlich: Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Sprechen Sie mit dem Kinderarzt oder den Experten im Krankenhaus, wenn Sie Säuglingsanfangsnahrung verwenden möchten. Aus welchen Gründen auch immer, manchmal führt an Fläschchen-Nahrung kein Weg vorbei. Das Redaktionsteam hat die wichtigsten Infos, Tipps und Tricks zusammengefasst.

Mein Baby mag kein Flascherl. Was tun?

Sehr viele Mütter kennen das: das Baby, das bereits einige Monate lang gestillt wurde, hat überhaupt kein Interesse am ersten Fläschchen. Es sieht so aus, als würde dem Baby die Milchnahrung nicht schmecken, es weiß gar nicht, wie es mit dem Sauger umgehen soll, es spuckt und würgt. Jetzt heißt es: Geduld haben! Babys klammern sich an Gewohntes – alles, was neu ist, wird zuerst mal abgelehnt. Es bringt nichts, jetzt ständig eine neue Nahrung auszuprobieren – man muss einfach das Fläschchen wieder und wieder anbieten. Am besten man bereitet nur eine kleine Menge zu und bietet das Fläschchen „in guten Momenten“ an: wenn das Baby nicht müde und nicht allzu hungrig ist; und am besten auch nicht dann, wenn es schon darauf wartet, gestillt zu werden. Wenn der Erfolg auf sich warten lässt, kann man auch mal eine andere Saugerform ausprobieren, man kann die Milchnahrung bei anderer Temperatur anbieten (warm/kühl), man kann auch Papa oder Oma das Füttern überlassen (damit dem Baby der Geruch der Muttermilch nicht ständig in die Nase steigt) und schließlich kann man noch verschiedene Haltepositionen ausprobieren.

Die Zauberformel jedenfalls lautet: nur nicht aufgeben!

 

Richtige Position fürs Flascherltrinken? Liegen, sitzen?

Am besten man probiert es einfach aus. Manche Babys mögen am liebsten die gleiche Position, die sie eventuell schon vom Stillen her gewohnt sind. Andere bevorzugen eine völlig andere Position beim Fläschchentrinken: z.B. in der Wippe liegend, Mama oder Papa gegenüber. Oder je nach Alter und Sitzvermögen des Babys einfach schräg an einen großen Polster angelehnt. Eine leicht aufrechte Position ist vor allem für die Kinder ratsam, die Probleme mit dem Spucken (Reflux) haben. Jedenfalls werden Sie bald heraußen haben, in welcher Position sich Baby und „Fläschchenhalter“ am wohlsten fühlen.

 

Welche Nahrung ist die richtige? Pre, 1er, 2er, HA?

Die Pre-Nahrung kann prinzipiell im ganzen ersten Lebensjahr gegeben werden. Ebenfalls zur Kategorie der Anfangsnahrung gehört die 1er Stufe. Sie kann auch schon in den allerersten Lebensmonaten gegeben werden und ist etwas sättigender als die Pre-Nahrung. Je nach Milchnahrungsmarke wird die etwas größere Sättigung durch einen etwas höheren Energiegehalt („Kalorien“) oder eine geringe Menge Stärke erzielt. Viele Eltern wechseln dann auf die 1er Stufe, wenn sie das Gefühl haben, dass das Baby mit der Pre-Stufe nicht mehr richtig satt wird.


Wenn Babys sechs Monate alt sind und schon Beikost essen, kann man auf die 2er Stufe wechseln. Diese Nahrungen sind wiederum etwas sättigender – wieder entweder durch einen etwas größeren Energiegehalt oder durch eine geringe Menge Stärke. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist in dieser sogenannten „Folgemilch“ dem Bedarf des größer werdenden Babys angepasst.


Im Falle von HA-Nahrung ist das Eiweiß gespalten – der Körper erkennt es dadurch nicht als Fremdeiweiß und es wird keine allergische Reaktion ausgelöst. Falls Mutter, Vater oder eventuell schon vorhandene Geschwister des Babys eine Allergie haben, sollte ein Baby, das nicht oder nur teilweise gestillt wird, daher HA-Nahrung bekommen. Wichtig ist, dass bis zum fünften Monat nur Muttermilch bzw. HA-Nahrung gegeben wird, danach kann dann schon auf normale, also „Nicht-HA-Nahrung“, gewechselt werden. Nur so ist ein optimaler Schutz vor Allergien gegeben. Allerdings: Wenn eine Kuhmilchallergie oder der Verdacht darauf vorliegt, dürfen auch HA-Nahrungen nicht gegeben werden.


Eine Reihe anderer Spezialnahrungen können gegeben werden, z.B. wenn Babys unter Reflux/schwallartigem Spucken leiden, wenn sie unter Verdauungsproblemen  wie Koliken, Blähungen, Bauchweh oder Verstopfung leiden, oder wenn sie allergische Symptome aufweisen. Diese sollten vom Arzt empfohlen und nicht eigenständig gefüttert werden.

 

Tipps fürs Flascherl unterwegs? Was muss ich dabei haben?

Egal, ob man ein Fläschchen braucht, wenn man unterwegs ist, oder ob man sich die Fläschchen-Zubereitung für die Nacht vereinfachen will – wichtig ist: Pulver und Wasser sollten immer erst unmittelbar vor dem Verfüttern gemischt werden. Denn: Keime und Bakterien fühlen sich in einem zubereiteten Fläschchen sehr wohl und wachsen sehr rasch. Schon bald kann da aus einer wertvollen Milchnahrung ein bakterienbelastetes Nahrungsmittel werden.


Für unterwegs kocht man am besten frisches Trinkwasser ab, lässt es ein bisschen auskühlen und füllt es in eine saubere Thermoskanne (die nur für Wasser verwendet wird). Einen Teil des abgekochten Wassers kann man in ein Fläschchen füllen und kalt werden lassen. Die benötigte Pulvermenge kann man sich laut Dosierungsangaben auf der Packung abmessen. Wird nun ein Fläschchen benötigt, so nimmt man etwa 2/3 des benötigten Wassers vom heißen und 1/3 vom kalten Wasser, gibt das Pulver dazu, schütteln und prüft anschließend die Temperatur.

 

Welcher Flascherl-Sauger ist wann der richtige?

Im Wesentlichen können zwei Saugerformen unterschieden werden: die flache, kiefergerechte Form und die runde, die der Mutterbrust ähnlicher ist. Man kann auch wählen zwischen Kautschuk- und Silikonsaugern. Kautschuk – als Naturmaterial – ist weicher, muss aber öfters ausgetauscht werden (d.h. die Haltbarkeit ist geringer), weil Kautschuk durch den Speichel und die oftmalige Reinigung leidet. Viele Sauger haben ein Ventil, was das Trinken erleichtert. Und dann muss man sich noch entscheiden, welche Lochgröße man für sein Baby benötigt – je nach Sämigkeit der Nahrung.

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