Einzelkinder: So haben sie garantiert keine Nachteile

Egoistisch und verwöhnt - so das Vorurteil. Das war mal. Einzelkinder brauchen heute kein Mitleid mehr.

Einzelkinder haben heute keine Nachteile mehr.

Früher wuchsen Einzelkinder tatsächlich oft alleine auf. Damals - da gab es noch keine Kinderkrippen, keine Spielgruppen, keine Baby- und Kindertreffs. Kinder ohne Geschwister hatten damit - wenn nicht gleichaltrige Cousinen oder Cousins vorhanden waren - wenig Kontakt zu anderen. Heute ist das anders.

Einzelkinder wachsen nicht mehr isoliert von Gleichaltrigen auf. Glücklicherweise. Denn: Kinder im gleichen Alter sind quasi Lebenselixier für die Kleinen. "Man kann beobachten, dass sich Kinder, denen der Kontakt zu Gleichaltrigen fehlt, oft schwerer an Regeln halten können. Sie werden schlechter damit fertig, dass sie nicht sofort alles bekommen und können sich schwer in Gruppen eingliedern. Sozial kann ihnen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen, zum Beispiel beim Nachahmen, der Erfahrungsschatz fehlen", weiß die Pädagogin und Obfrau der Elternwerkstatt, Veronika Lippert.

Ein fehlendes Geschwisterchen?

Bleibt ein Kind Einzelprinz oder -prinzessin, kann dies durch die vielen Angebote von Vereinen und Gemeinden und durch ein Netzwerk an Freunden, Kindern im Kindergarten oder in der Nachbarschaft ausgeglichen werden. Aber auch der Umgang mit Bezugspersonen ist ausschlaggebend. Einzelkinder laufen tendenziell mehr Gefahr, dass Eltern auf das eine Kind all ihre Wünsche und verpassten Chancen projizieren. Auch fällt den Eltern eine Abnabelung in der Krabbelgruppe oder im Kindergarten nicht ganz leicht.

Hier heißt es, sich bewusst zurückzunehmen. Ein Einzelkind bekommt die ganze ungeteilte Liebe der Eltern, oft falsch verstandene fehlende Grenzen. "Aber auch Kinder, die nicht alleine aufwachsen, können assoziale Merkmale aufweisen, wenn sie nicht angehalten werden soziale Regeln und Grenzen zu beachten", stellt Lippert klar.

Keine unglücklichen Einzelkinder

Nicht nur Negatives wird den Einzelkindern nachgesagt: So kommt eine Studie zu dem Schluss, dass Einzelkinder tendenziell eine bessere Ausbildung genießen. Sie wachsen finanziell besser gestellt auf, weil in der Familie einfach "mehr Geld übrig ist". Sie mussten sich nicht mit jemandem messen, sich nicht behaupten und hatten die ungeteilte Zuneigung der Eltern - das ließ sie zu selbstbewussten Menschen heranwachsen.

Dem gegenüber steht das Fehlen von gleichaltrigen Gefährten in der Familie, die fehlende Souveränität im Umgang mit Gleichaltrigen und die Sorge, was von der Familie bleibt, wenn die Eltern einmal nicht mehr sind.

Alles in allem: Fragt man Einzelkinder, sind sie mit ihrer Situation nicht unglücklich. Je nach Situation wünschen sie sich Geschwister oder sind eben ganz froh, keine zu haben. Jedes Familienmodell hat seine Vor- und Nachteile. 

Foto: shutterstock/Alliance

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