Hey Kumpel! Das sind Babys erste Freundschaften

Zuerst sind Eltern die besten Spielkameraden, dann Kinder. So wird Ihr Liebling sozial kompetent.

Babys entwickeln schon sehr früh soziale Kompetenzen, unter anderem beim Spielen.

Kinder lernen spielend. Eine Studie von Spieleforschern zeigt, dass die Kleinen in den ersten sechs Jahren rund 15.000 Stunden spielen müssen, um alles Wichtige zu erlernen. Kinderspiele sind also nicht nur lustiger Zeitvertreib, zielloses Herumtoben - nein, es ist harte Arbeit.

Wie geht Ihr Baby auf andere Menschen zu? Wie schnell knüpft es Kontakte? Kann es Beziehungen aufbauen? Wann beginnt es, Freundschaften zu schließen? Und: Fühlt es sich wohl mit anderen? All das beginnt mit Mama und Papa. Sie sind von Beginn an die Bezugspersonen, besten Freunde und Spielkameraden - und Grundstein für einen sozial kompetenten Menschen, der Freunde hat, liebt, geliebt wird, Gefühl und Mitgefühl zeigen kann.

Mit Hilfe der Eltern gewöhnt sich ein Baby bereits ab der Geburt an andere Menschen und daran, auch deren Gesellschaft zu genießen. Anfangs ist die soziale Kompetenz aber noch wenig ausgeprägt. Liegen zwei Babys mit Spielzeug nebeneinander, werden sie sich mehr für das Spielzeug als für das andere Baby interessieren. Zu viel Fähigkeiten sind noch zu erlernen, als dass man sich schon auf Spielgefährten konzentrieren könnte.

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Nicht mehr nur Familie

Das ändert sich ab etwa einem Jahr: Plötzlich ist nicht mehr nur die eigene Familie interessant, sondern auch das Umfeld und die anderen Kinder. Ihr Zwerg interagiert mit anderen. Anfangs wahrscheinlich, indem es dem Spielkameraden das Spielzeug wegnimmt. Geben und Nehmen sind frühe Spielformen. Sie lernen das Gegenüber kennen, indem sie sich (anfangs sicherlich noch sehr ungestüm) ins Gesicht fassen oder anstupsen. Nach und nach wird sich Ihr Kind einen sensibleren Umgang angewöhnen. Ihr Liebling lernt Mitgefühl zu zeigen, vorsichtig mit anderen zu sein und sein Spielzeug zu teilen. Der Grundstein für Freundschaften ist damit gelegt.

Wirklich mit anderen spielen, können Kinder aber erst ab etwa drei Jahren. In diesem Alter sind sie auch zu beständigen Freundschaften fähig. Anfangs wird sich Ihr Kind noch auf einen anderen Spielgefährten konzentrieren, nach und nach wird das Spielen in der Gruppe immer wichtiger.

Gesellschaft von Anfang an

Kindern lernen viel durch Beobachten und Interagieren. Sie profitieren deshalb enorm von der Gesellschaft anderer Kinder. Schließen Sie sich schon früh einer Babygruppe an. Um Interaktion und Sprechenlernen zu fördern, sprechen Sie von Geburt an viel mit Ihrem Baby und schauen Sie es dabei direkt an.

Für Einjährige gibt es Spiele- oder Kreativgruppen, oder gehen Sie gemeinsam auf den Spielplatz und laden Sie Freunde und Verwandte zu sich nach Hause ein. Bald wird es Ihrem Kind Spaß machen, gemeinsam mit anderen zu spielen und am aktiven Leben teilzunehmen. 

Foto: shutterstock/Dmitry Naumov

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