Klischee oder Genetik: Sind Puppen nur für Mädchen?

Gibt es ein Rabauken-Gen und eine angeborene Puppenliebe? Ein bisschen, sagt die Wissenschaft.

Mädchen, die am liebsten Puppen spielen - Klischee oder Genetik?

Gibt es das Rabauken-Gen? Spielen Mädchen tatsächlich lieber mit Puppen? Und lieben Buben wirklich alles, was laut ist? Was ist anerzogen, was bestimmt die Gesellschaft und was gibt die Natur dem Menschen mit?

Das Hormon Testosteron macht Buben zu dem was sie sind - wilde Kerle.
Das Hormon Testosteron macht Buben zu dem was sie sind - wilde Kerle.

Wie so oft, liegt die Wahrheit wohl in der Mitte! Fakt ist, dass das Hormon Testosteron wilde Kerle macht. Buben und Männer sind von Natur aus heißblütiger, wilder und aggressiver als Frauen und Mädchen. Denn: Das besagte Rabauken-Hormon wird in den Hoden produziert. In der Tierhaltung werden Stiere, Pferde und Hunde deshalb kastriert, um sie ruhiger zu machen. 

Trotzdem tut auch die Erziehung das Ihre: Laute Buben sind gesellschaftlich mehr akzeptiert als wilde Mädchen. Buben dürfen toben, schreien und über die Stränge schlagen. Eltern und Lehrer finden das ok. Raufende Mädchen hingegen werden schnell zurecht gewiesen. Mädchen dürfen dafür weinen, Buben nicht. Sprüche wie "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" zeigen die gesellschaftliche Richtung.

Rosa oder Blau

Warum Mädchen so gerne Rosa mögen? Und Buben am liebsten Blau tragen? Angeboren ist das sicher nicht. Im Gegenteil: Rosa war einst sogar eine männliche Farbe. Rosa galt Anfang des 20. Jahrhunderts als das kleine Rot - und Rot war die Farbe für Kämpfer und Krieger. 

Heute werden der Farbe Attribute wie klein, niedlich und süß zugeordnet - wie Mädchen eben sind. Lesen Sie mehr zu Klischeefarben bei der Kinderkleidung.

Die Sache mit den Puppen

Und wie ist das nun mit Autos und Puppenwagen? Dürfen Buben sich mit Mamas Ketten schmücken und mit Puppen spielen? Und können Mädchen auch mit Autos, Baggern und Lastwägen Freude haben? Natürlich, auch wenn es zumeist umgekehrt der Fall ist. Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Vorliebe für Autos, Bagger und Co daher kommt, dass Buben sich mehr für Bewegung interessieren. So trainieren sie ihr räumliches Vorstellungsvermögen. Das brauchten sie einst für die Jagd. Eine Stärke des männlichen Geschlechts - und Schuld daran soll auch hier das Testosteron sein. Es beeinflusst das männliche Gehirn und treibt auch die Liebe zu Lautem und Starkem voran.

Die Fürsorge, das Umsorgen anderer und das Mitgefühl wurde dagegen den Frauen in die Wiege gelegt. Deshalb bilden sich bei Mädchen - auch evolutionstechnisch bedingt - eher kommunikative und soziale Stärken hervor. 

Ob eine Zuneigung für Autos oder Puppen nun angeboren oder anerzogen ist - dahinter stellt sich trotzdem ein großes Fragezeichen. Denn: Niemand wächst alleine auf. Wir werden in die Gesellschaft hineingeboren. Wir sehen andere Menschen und ahmen sie nach. "Ob eine Präferenz also nun gesellschaftlich oder genetisch bedingt ist, lässt sich damit nicht sagen", so die Wissenschaft.

Fotos: shutterstock/Sokolova Maryna, Twin Design

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