Baba, Pipi und Tutu: Was bringt die Babysprache?

Babysprache klingt nicht immer sinnvoll - ist sie aber. In den ersten Monaten zumindest.

Babysprache fördert die Sprachentwicklung - bis zu einem bestimmten Grad.

Eltern sollen mit ihren Babys vorrangig bereits in langen, komplexen Sätzen reden. Das wirkt sich positiv auf den späteren Wortschatz aus. Trotzdem: Babysprache à la tutu und bubu haben ihre Berechtigung - und verdummen die Kleinen entgegen mancher Meinungen nicht. Solange man die richtige Sprache nicht vernachlässigt. Spätestens mit einem Jahr sollte der Baby-Wortschatz dann allerdings aus dem Sprachrepertoire verbannt werden, so die Experten.

Kinder entwickeln über die Sprache ihre Intelligenz: Deshalb sind eine deutliche Aussprache, ein großer Wortschatz und frühes Vorlesen schon für die Allerkleinsten wichtig. Studien mit Kindern, die wenig direkte Ansprache genossen, und Kindern, mit denen täglich viel gesprochen wurde, beweisen: Täglich sinnvolle, komplexe Sätze haben klare Vorteile. Kinder, die von Beginn an in ganzen Sätzen angesprochen werden, sind rascher in der Sprachentwicklung und auch in der Lerngeschwindigkeit. So ergaben sich bei Fünfjährigen in der Entwicklung sogar Unterschiede von bis zu zwei Jahren.

Tututu macht Sinn

Trotzdem: Auch Babysprache hat seine Berechtigung. Sie ist sinnvoll und wichtig für den Zwerg. Die höhere Tonlage, die einfache Sprache und die regelmäßige Stimmmelodie wecken die Aufmerksamkeit des Babys. Es brabbelt meist zurück und probiert so seine Stimme aus. Diese Sprache lässt sogar zu, dass Eltern mit ihren Kleinen schon richtig kommunizieren können, indem sie auf die Laute, die das Baby von sich gibt, in der gleichen Sprache antworten.

Rasante Sprachentwicklung

Babys beginnen bereits im ersten Lebensmonat zu gurren, ab dem zweiten Monat variiert es die Laute bereits. Im dritten Monat macht das Baby einen Riesensprung: Jetzt kann es lachen und dreht sich nach Geräuschen um. Ab dem sechsten Monat nimmt das Plappern deutlich zu, einzelne Wörter werden sogar schon verstanden.

Die ersten Worte bildet ein Baby aktiv meist zwischen zehn und zwölf Monaten. Zuerst werden bestimmte Lautkombinationen Dingen oder Tieren zugeordnet, etwa wauwau dem Hund oder tutut dem Auto. Danch folgen einfache Wörter. Fördern Sie diese Phase in dem Sie Ihr Kind Gegenstände benennen lassen oder nach Lauten von Tieren fragen.

Sprachschatz fördern

Zwischen einem und eineinhalb Jahren kann Ihr Kind meist zwischen zehn und 20 Wörter sprechen. Schauen Sie Bücher an, beschreiben Sie gemeinsam die Abbildungen. Singen Sie zusammen Lieder, spielen Sie intensiv miteinander - und kommentieren Sie Ihre Handlungen.

Danach, ab zirka eineinhalb Jahren entwickelt sich ein Wortschatz mit rund 50 Wörtern. Ihr Kind kann bereits einfache Sätze bilden. Erzählen Sie ihm das Erlebte, schauen Sie gemeinsam Bücher an und lassen Sie den Zwerg die Darstellungen benennen. Bis zu einem Alter von vier bis fünf Jahren spricht Ihr kleiner Schatz rund 2.000 Wörter.

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