Übelkeit, Sodbrennen & Co: das Los der Schwangeren

Ein Baby ist wundervoll. Doch was tun, wenn die Schwangerschaft Beschwerden mit sich bringt?

Beschwerden in der Schwangerschaft sind ganz normal.

In der Schwangerschaft vollbringt der Organismus wahre Wunder. In keiner anderen Zeit verändert sich der Körper innerhalb weniger Monate so stark. Da sind Beschwerden ganz normal. Aber was dagegen tun? Wir haben Hebamme Eva Kranvogel-Kowarik, die auch für den Milupa Eltern + Baby Service Fragen (werdender) Eltern beantwortet, befragt.

Erstes Schwangerschaftssymptom Brustspannen

Durch die hormonelle Umstellung bereitet sich die Brust bereits zu Beginn der Schwangerschaft auf das Stillen vor. Ein gut sitzender BH stützt die Brust und schützt die empfindlichen Brustwarzen vor Reibung. Aber auch Luftzufuhr und kühles Abduschen, sowie eine sanfte pflegende Massage mit einer guten Bodylotion oder hochwertigem Öl im Rahmen der Körperpflege hilft dem Brustgewebe und unterstützt die Dehnung.

Übelkeit vor allem in den ersten Monaten

Acht von zehn Frauen leiden in der Anfangszeit der Schwangerschaft an Übelkeit. Die unangenehme Begleiterscheinung ist aber prinzipiell ein gutes Zeichen: Sie bedeutet, dass Sie viele Schwangerschaftshormone haben. Und: Meist verschwindet die Übelkeit rund um das vierte Schwangerschaftsmonat wieder von ganz allein.

Die Expertin rät: "Nehmen Sie morgens vor dem Aufstehen noch im Bett ein kleines Frühstück zu sich. Stellen Sie sich schon am Vorabend auf dem Nachtkästchen etwas Wasser, Orangensaft oder Tee und trockene Kekse oder Zwieback bereit. Essen Sie tagsüber immer wieder kleine Portionen und trinken Sie genügend. Auch Ingwer hilft gegen Übelkeit z.B. als Tee oder Sie können ihn auch kauen. Ebenso Homöopathie, Akupressur oder Aromatherapie (Riechfläschchen oder einen Tropfen Pfefferminz- oder Zitronenöl auf ein Taschentuch träufeln) können gut helfen."

Müdigkeit in den ersten drei Monaten normal

Ein gewisses Ausmaß an Müdigkeit ist vor allem in den ersten drei Monaten normal. Die hormonelle Umstellung und das Wachsen des Embryos fordern Energie. "Ruhen Sie sich aus - und lassen Sie beim Hausarzt Ihren Eisenspiegel und die Schilddrüsenfunktion kontrollieren", rät Eva Kranvogel-Kowarik. "Falls eine Eisensubstitution nötig ist, trinken Sie Kräuterblutsaft aus der Apotheke und kombinieren Sie Vitamin-C-haltigen Fruchtsaft v.a. bei pflanzlichen Lebensmitteln, um die Eisenresorption zu steigern.“

Sodbrennen kommt und geht

Durch die auflockernd wirkenden Schwangerschaftshormone ist der Mageneingang nicht mehr ganz verschlossen und Magensäure kann Sodbrennen verursachen. Die Symptome verschwinden meist im zweiten Schwangerschaftsdrittel wieder, kehren manchmal am Ende der Schwangerschaft aber wieder zurück. Denn: Gegen Ende der Schwangerschaft braucht das Ungeborene so viel Platz, dass die immer größer werdende Gebärmutter auf den Magen drückt. Dabei kann sich der Schließmuskel des Magens leichter öffnen und Magensaft kann nach oben steigen. Die Hebamme empfiehlt in diesen Fällen auf Kaffee, Süßigkeiten, Schokolade, sowie Mehlspeisen wie frische Germspeisen und auf fette Speisen zu verzichten. Denn diese Lebensmittel fördern die Magensäureproduktion.

Fencheltee und gekochte Gemüsesorten wie Broccoli, Karotten, Kartoffel mit Reis hingegen beruhigen den Magen. Versuchen Sie vorsichtig herauszufinden, welche Lebensmittel Sie nicht so gut vertragen.

Als Soforthilfe rät Eva Kranvogel-Kowarik, einige Mandeln zu kauen, schluckweise Milch zu trinken, Senfkörner zu kauen oder auch ein bisschen Senf aus der Tube zu schlecken. Das hilft, überschüssige Magensäure zu binden. Schlafen Sie außerdem mit Hilfe eines zweiten Polsters mit erhöhtem Oberkörper.

Viel Bewegung gegen Wasseransammlung

Um Beschwerden bei Wasseransammlungen zu lindern hilft viel Bewegung, etwa spazieren gehen an frischer Luft oder wechselwarme Duschen von den Zehen bis zur Hüfte. Auch gesunde, ausgewogene Ernährung, viel trinken und entwässernde Gewürze wie Liebstöckl helfen gut gegen Wasseransammlungen. "Bei sogenannten Ödemen lassen Sie den Blutdruck regelmäßig kontrollieren und achten Sie auf die Eiweißausscheidung im Harn, so die Expertin.

Kreuzschmerzen

Vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft kommt es  durch das erhöhte Gewicht zu Fehlhaltungen. Tragen Sie flache, bequeme Schuhe, besuchen Sie Schwangerschafts-Yoga oder einen Rückengymnastik-Kurs und trainieren Sie Ihre Wirbelsäule regelmäßig am Pezziball.

Foto: shutterstock/KonstantinChristian

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