Wieso, weshalb, warum? Wenn Kinder fragen

Für Eltern schweißtreibend, für die Kleinen wichtig für die Entwicklung. So reagieren Sie am besten.

Wieso weshalb warum? Wenn Kinder fragen.

Wenn Kinder noch nicht sprechen können, erkunden sie die Welt mit den Augen, dem Mund und mit den Händen. Mit der Sprache gewinnen die Kleinen eine weitere Möglichkeit, die Welt zu entdecken. Alles Mögliche und Unmögliche wird erfragt. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung.

Fragen über Fragen

Zu Beginn haben es Eltern noch leicht: Da beschränken sich die Kleinen auf die Wer-, Was- und Wo-Fragen. Eine Antwort darauf ist schnell gefunden. Kommt - etwa im Kindergartenalter - dann das Warum und das Wie dazu, sorgt dies bei Erwachsenen schon mal für Erklärungsnot.

"Warum regnet es aus Wolken?", "Wie kommen Kinder?" "Warum können nur Hunde bellen?", oder "Warum muss man sterben?" bringen die Eltern ins Schwitzen. Trotzdem ist es wichtig, dass Eltern auf alle Fragen antworten. Sätze wie "Dafür bist du noch zu klein", "Frag nicht so viel" oder "Das ist eine blöde Frage" sind für die Entwicklung der Kinder absolutes Gift. Denn: Mit der Fragerei wollen die Kleinen nicht nur ihren Wissensdurst stillen, sondern erfahren auch, ob sie ernst genommen werden.

Altersgerecht antworten

Fragen ist Kommunikation, sich miteinander beschäftigen und schlussendlich sich geborgen fühlen können. Deshalb: "Auch wenn die Fragerei anstrengend werden kann, sollten Eltern immer auf ihr Kind eingehen und kindgerechte Antworten geben", raten Experten.

Es müssen also keine wissenschaftlichen Monologe sein. Oft reichen wenige bildliche Worte, eben dem Alter des Kindes entsprechend. Auf die Frage nach den Regenwolken reicht im Kindergartenalter anstatt physikalischer Definitionen etwa: "Die Wolken sammeln Wasser, irgendwann wird es ihnen zu schwer und dann schütten sie es aus." Pädagogisch definitiv die falschen Reaktionen sind aus dem Zusammenhang gerissene, sogenannte magische Antworten: "Es regnet, weil du schlimm warst" oder "... weil du nicht aufgegessen hast". 

Und: Auch Eltern müssen nicht immer alles wissen. Dann können Sie mit dem Kind gemeinsam auf die Suche nach der Antwort gehen. Und wer weiß: Vielleicht findet Ihr Liebling ganz alleine und mit etwas Kreativität eine plausible, kindgerechte Lösung auf die Frage. 

Foto: shutterstock/grafnata

Produkte zu diesem Beitrag

5 Produkte

KOMMENTARE