Schnuller sei Dank!

Retter in der Not: Alles über die kleinen bunten Helfer. Und: So werden sie richtig gepflegt.

Kleines Teil mit großer Wirkung: der Schnuller.

Er ist klein, bunt und überaus nützlich. Von manchen wird es Nuckel genannt, von anderen Luller, Fopper, Ditti – oder Schnuller. Und er ist in allen erdenklichen Farben und Formen erhältlich: Es gibt Schnuller mit aufgedrucktem Namen, mit Seepferdchen-Verzierung, mit coolen Sprüchen, für unterschiedliche Altersstufen. Sogar mit passenden Accessoires wie Schnullerketten oder Sterilisier- und Transportboxen. Das kleine, bunte Teil hat eine große Wirkung: Der Schnuller hilft Mamas und Papas, mit vielen ungewohnten Situationen stressfreier fertig zu werden.

In den folgenden Zeilen beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen über den kleinen Retter in der Not:

Warum lieben Babys ihren Schnuller?

- Schon Ungeborene nuckeln im Mutterleib am Daumen. Denn das Saugen ist eine angeborene Verhaltensweise und wirkt beruhigend auf Babys – vom Saugen an Mutters Brust bis zum Nuckeln am Trinkfläschchen.

- Auch der Schnuller hat dieselbe beruhigende Wirkung, vielen Säuglinge hilft er beim Einschlafen oder wenn das Bäuchlein drückt.

- Aber: Babys sollen nicht zum Tragen eines Schnullers gezwungen werden. Sie merken, dass Ihr Nachwuchs keinen Schnuller will, indem er prompt wieder ausgespuckt wird.

Wie den richtigen Schnuller finden?

- Nicht zu groß und nicht zu klein – der Schnuller sollte die richtige Form und Größe für den Mund Ihres kleinen Lieblings haben. Schnuller werden in drei je nach Alter unterschiedlichen Größen angeboten.

- Wenn der Schnuller zu groß, zu klein, zu schmal oder zu unbequem ist, wird Ihnen Ihr Nachwuchs dies ohnehin zu verstehen geben.

- Schnuller aus Latex sind aus weichem Naturkautschuk und werden bei häufigem Gebrauch porös. Modelle aus Silikon bestehen aus gut verträglichem Kunststoff, sind aber weniger elastisch.

- Um Zahnfehlstellungen vorzubeugen können kiefergerechte Schnuller verwendet werden.

- Am einfachsten ist: Unterschiedliche Modelle und Marken probieren, um den absoluten Lieblingsschnuller zu finden. 

Babys sollen nicht zum Tragen eines Schnullers gezwungen werden.

Wie reinigt man Schuller möglichst hygienisch?

- Bewahren Sie Schnuller in einem Plastiksackerl oder einer Transportbox auf, um sie sauber zu halten.

- Wichtig ist, den Schnuller sowohl vor der ersten Verwendung als auch später regelmäßig auszukochen oder zu sterilisieren. Beim Auskochen legen Sie den Schnuller für mindestens fünf Minuten in siedendes Wasser, um etwaige Bakterien abzutöten. Dabei muss er vollständig mit Wasser bedeckt sein. Schneller und unkomplizierter funktioniert das Sterilisieren mit Wasserdampf, zum Beispiel mit einem Vaporisator oder einem Mikrowellen-Dampfsterilisator. Geben Sie den Schnuller jedenfalls nicht in den Geschirrspüler, da die Temperaturen zu niedrig sind und das Spülmittel zu stark ist.

- Nehmen Sie den Schnuller niemals selbst in den Mund, so könnten Pilze übertragen werden. Lieber jedes Mal unter fließendem Wasser abspülen.

Ab wann sollten Babys ohne Schnuller auskommen?

- Wer den Schnuller zu lange verwendet riskiert, dass sich die Zähne verschieben und die Sprachentwicklung beeinträchtigt wird.

- Deshalb wird empfohlen, ab dem zweiten Lebensjahr den Gebrauch einzuschränken bzw. den Schnuller abzugewöhnen. Auch, um der Weiterentwicklung nicht im Weg zu stehen.

- Daumenlutschen als Alternative empfiehlt sich nicht, auch so können die Zähne schief werden.

Brooke Becker/shutterstock; Africa Studio/shutterstock

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