Resteküche: in die Pfanne statt in die Tonne

Tun Sie was gegen die Lebensmittelverschwendung! Nachhaltige und kreative Ideen.

Seit dem Film „We feed the world“ weiß wohl jeder, dass in Wien täglich so viel Brot weggeworfen wird, wie Graz verbraucht. Insgesamt landen in Österreich jährlich 160.000 Tonnen Nahrungsmittel im Müll. Die Lebensmittelverschwendung wirkt sich fatal auf die Umwelt aus: Kostbare Ressourcen wie Boden und Wasser werden umsonst verbraucht. Und die Müllentsorgung verschwendet erneut wertvolle Energie. Wenn Sie folgende Tipps befolgen, landen künftig mit Sicherheit weniger Essensreste im Müll:

Schlau planen und einkaufen

Wer schlau einkauft verhindert, dass abgelaufene Lebensmittel in der Tonne landen. Konkret heißt das: Immer einen Überblick über die Vorratskammer haben und aufbrauchen was bald abläuft. Der Grundbedarf wie Mehl, Zucker oder Kartoffeln sollte immer abgedeckt sein, der Rest wird kurzfristig frisch gekauft. Dabei gilt: Einkaufszettel schreiben und nur das besorgen, was drauf steht. Bei Sonderangeboten vorsichtig sein und hinterfragen, ob man die oft größeren Mengen wirklich aufbrauchen kann.

Richtig lagern

Mit dem Einkaufen ist es noch nicht getan. Die richtige Lagerung hilft, Essen möglichst lange frisch zu halten. Das heißt:

  • Brot in die Brotbox, geöffneten Dosenmais in alte Marmeladengläser umfüllen, Käse in Frischhaltefolie wickeln. Tipp: Brotbacken leicht gemacht - mit einfachen und leckeren Rezepten.
  • Neue Produkte nach hinten sortieren, aufzubrauchende Lebensmittel sollten gut sichtbar ganz vorn stehen.
  • Eingemachtes und Eingefrorenes mit Datum beschriften. Tipp: So machen Sie Marmelade ganz einfach selbst.
  • Die Vorratskammer sauber halten, damit sich Schädlinge nicht ausbreiten können.

Reste verarbeiten

Wir leben im Überfluss. Oft essen wir das, worauf wir Lust haben – und nicht das, was als nächstes abläuft. So geht’s auch anders: Ältere Lebensmittel zuerst verbrauchen, Reste in die Kochplanung miteinbinden. Tipp: Die kostenlose App Zu Gut für die Tonne bietet Tipps rund um die Reste-Küche und mehr als 400 Reste-Rezepte.

Lebensmittel verschenken

Der Trend zum Teilen hat sich auch bei Lebensmitteln durchgesetzt: Mittlerweile kann man über diverse Plattformen und Gruppen in Sozialen Medien Essen verschenken. Tipp: Auf myfoodsharing.org Nahrungsmittel gratis anbieten oder annehmen.

Zur spontanen Reste-Party einladen

Es ist Sonntagabend, der Kühlschrank ist halb leer und nur mit ein paar Resten gefüllt. Und Sie fragen sich: Was koche ich heute? Vielleicht geht es anderen ebenso. Verschicken Sie doch mal spontan ein paar SMS an Freunde und laden zur Reste-Party ein. Jeder bringt mit, was demnächst abläuft, und dann wird gemeinsam drauf los gekocht. Daraus entstehen mit Sicherheit tolle Reste-Rezepte und leckere Gerichte. Macht Sinn und bringt Spaß.

Foto: shutterstock

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