Ein guter Vorsatz: glücklich sein

Wie Vorhaben für das neue Jahr gelingen. Tipps von Lebensberaterin Hannelore Berdev.

Endlich mit dem Rauchen aufhören, weniger Süßes, mehr Sport. Spätestens zu Silvester machen sich zigtausende Österreicher Vorsätze für das neue Jahr. Wie schafft man es, diese Vorhaben in die Tat umzusetzen? Was steigert die Lebensqualität? Und wie gelingt das Glücklichsein langfristig?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hannelore Berdev, diplomierte Lebensberaterin aus Graz, im Interview:

Innere Unruhe, Unzufriedenheit, Trägheit – nächstes Jahr wird alles besser. Aber: Wie findet man heraus, was einem zum Glück noch fehlt, was es zu ändert gilt?
Man kann sich die Frage stellen: Wenn diese Symptome sprechen könnten, was würden Sie zu mir sagen? Die innere Unruhe könnte etwa sagen: Schau mehr auf deine Bedürfnisse, lass‘ dich nicht von den Mitmenschen immer so beunruhigen, hab' keine Angst, du bist in Ordnung, so wie du bist! Die Unzufriedenheit kann ein Hinweis darauf sein, dass ich noch nicht ganz bei mir angekommen bin - vielleicht mache ich jemandem zuliebe Dinge, die eigentlich nicht meine Sache sind.

Es kann auch sein, dass ich schwer Nein sagen kann und deshalb an die Grenze der Belastbarkeit komme. Oder ich habe Begabungen, die es noch zu entfalten gilt. Trägheit kann ein Zeichen für Langeweile sein. Da braucht es ein Ziel, eine Vision, die mir die Kraft gibt.

Viele nutzen den Jahreswechsel, um ihr Leben neu zu ordnen. Richtig oder falsch?
Es ist immer gut einen Zeitpunkt festzulegen, der einen Wendepunkt darstellt. Der Jahreswechsel ist gut dafür geeignet. Oft braucht es auch eine "Entrümpelung" in Leben: alte, unbrauchbare Dinge und Rituale werden verlassen, damit  Platz für Neues geschaffen wird. 

Welche Tipps haben Sie, damit Vorsätze nicht nur Vorsätze bleiben, sondern auch langfristig zu mehr Lebensqualität führen?
Der erste kleine Schritt zeigt, dass es in die richtige Richtung geht. Er ist quasi wie ein kleiner Stein, den man in den See wirft: Er zieht Kreise, so lange, bis der ganze See erreicht ist.

Danach und bei jedem weiteren erreichten Etappenziel sollte man sich belohnen. Dieses Ritual hilft, Erreichtes nicht zu vergessen. Eine weitere Hilfe ist, zu sich selbst zu sprechen: "Ich muss nicht, ich darf". Die Veränderung ist keine Strafe, sondern eine Chance.

Welche grundlegenden Faktoren beeinflussen die Lebensqualität positiv?
Wir sind herausgefordert, die volle Verantwortung für das Leben und unsere  Bedürfnisse zu übernehmen. Das klingt manches Mal einfacher als es in der Praxis ist. Neben den Grund- und Sicherheitsbedürfnissen machen Liebe, Freundschaft und Familie glücklich.

Denn immer dann, wenn wir Beziehungen pflegen, produziert der Körper das Glückhormon Oxytocin. Dieses Hormon macht uns empathisch, einfühlsam und gelassen. Auch Respekt, Achtung und Verwirklichung stehen ganz oben auf der Bedürfnispyramide. 

Wie gelingt das: glücklich sein?
Je besser es gelingt, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, desto mehr Glückshormone werden produziert. Die Folge: Wir sind zufrieden und glücklich. Aber nicht nur das: Wenn ich gut auf mich selber achte, bin ich auch nicht so leicht in Gefahr, auszubrennen. Es entsteht ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Das heißt: Ich habe mein Leben im Griff - und nicht umgekehrt.

Womit anfangen?
Der erste Schritt ist der feste Entschluss. Der zweite Schritt ist, ein konkretes Ziel zu formulieren: spezifisch, eindeutig, messbar, aktiv, realistisch, terminisiert. Also: Nicht etwas weglassen, sondern Taten setzen. Nicht verschieben, sondern beginnen. Ein Plan hilft dabei.

Was hilft, um dranzubleiben und nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren?
Ziele aufschreiben und gut sichtbar an Stellen anbringen, wo man häufig hinschaut. Es darf auch ruhig das WC sein, denn dort "sitzt" man im Allgemeinen regelmäßig und der Blick fällt auf die Wand.

Wer ständig im Stress ist und schwer Nein sagen kann, sollte sich im Terminkalender mindestens drei Mal pro Woche Einträge machen wie „Zeit für mich“, „Zeit für Freunde“, „Zeit für mein Hobby“. Dann fällt es leichter, zu sagen: "Ich habe einen Termin, da kann ich nicht".

Was, wenn nicht alles so klappt, wie man möchte? Wie motiviert man sich neu, um nicht alles auf den nächsten Jahreswechsel zu verschieben?
Wenn nicht alles so klappt wie man möchte, ganz liebevoll und verständnisvoll mit sich selbst  umgehen: "Ist halt noch nicht ganz gelungen, das darf sein, schließlich bin ich ein Mensch und keine Maschine. Deswegen gebe ich nicht auf."

Sich gute Gewohnheiten anzueignen, braucht einfach Zeit. Es ist vergleichbar mit dem "Gehen lernen" - ein Kind braucht etliche Monate, bis es sicher laufen kann und es fällt in dieser Zeit einige Male hin.

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