Sex auf Knopfdruck?

Auf Kommando in Stimmung kommen: unmöglich. Tipps für ein verbessertes Sexleben.

Eine glückliche Beziehung braucht ein gesundes Sexleben - und dafür braucht man genügend Zeit. Alltag raus, Romantik rein - so einfach funktioniert das meistens nicht.

Meistens hat man sowieso keine Zeit. Da sind die Kinder. Da ist der Haushalt, der Job, der Alltag. Das Liebesleben wird hintangestellt. Wenn sich dann doch ein paar freie Minuten ergeben, kommt man nur schwer in Stimmung: Lust auf Kommando funktioniert eben nicht.

Interview: Die Beziehung auffrischen

Wie Sie Ihr Liebesleben auch in langjährigen Beziehungen wieder in Schwung bringen, erzählt die Kärntner Diplom-Lebensberaterin und Partnerschafts-Coach Irene Mitterbacher im Interview.

Arbeit, Haushalt, Kinder – oft bleibt die Sexualität in einer Beziehung mit den Jahren immer mehr auf der Strecke. Alles nur Ausreden?
Es beginnt sich zwar langsam zu verändern, aber: In vielen Familien ist noch immer die Frau zum größten Teil für Haushalt und Kinderbetreuung zuständig. Die Aufteilung gilt oft auch dann noch, wenn die Frau zusätzlich berufstätig ist. Diese Dreifachbelastung kostet viel Zeit und Kraft. Und die Kinder fordern die Aufmerksamkeit ein. Belastend ist auch, dass Kinder und Partner („Du bist ja nur zuhause“) die Arbeitsleistung der Frau wenig anerkennen.

Vielfach bleibt die Sexualität im Hintertreffen, wenn durch die Kraftlosigkeit einfach die Lust verloren geht. Das Lustempfinden bei Männern und Frauen ist unterschiedlich. Mitunter hilft Verständnis für die Abgespanntheit des Anderen und einfach nur die Frage: „Was kann ich tun, dass es dir gut geht?“ 

Welche Faktoren sind die größten Hindernisse, was ein erfülltes Sexualleben angeht?
Der Zeitablauf wird von den Kindern bestimmt. Nicht wenn die Lust entsteht nimmt man sich Zeit für Sexualität - sondern wenn die Zeit vorhanden ist, soll die Lust entstehen. Also Lust auf Kommando.

Auch wenn es nach einem Klischee klingt: Es gibt viele unterschiedliche Zugänge beziehungsweise Einstellungen zur Sexualität. Für Männer ist Sex ein probates Mittel um in Stimmung zu kommen. Im Gegensatz dazu ist für die Frau Sex keine Erfüllung, wenn sie nicht in Stimmung ist.  

Nicht wenn die Lust entsteht nimmt man sich Zeit für Sexualität - sondern wenn die Zeit vorhanden ist soll die Lust entstehen. Also Lust auf Kommando. (Irene Mitterbacher, Paar-Therapeutin)

Eines der größten Hindernisse: Die Partner wissen nicht immer, was der oder die Andere für eine konkrete Vorstellung von Partnerschaft hat. In der ersten Zeit der Verliebtheit wird auf dieses Thema mit der „rosa Brille“ geschaut, die Glückmomente überwiegen. Mit der Zeit regiert der Alltag und die schönen Gefühle vom Anfang werden verdeckt.

Angeblich halten Vertrauen, Freundschaft und Liebe eine Beziehung viel stärker zusammen als Leidenschaft. Wie viel braucht es wovon?
Sexualität und Intimität sind sicherlich nur die Spitze des Eisbergs einer Beziehung, aber ein sehr sensibler Teil. Verletzte Gefühle, Zurückweisung und Frustration können Schaden verursachen. Deshalb kann Sexualität zum Brennpunkt der Probleme werden.

Aber sie ist nicht von der Gesamtheit der Beziehung nicht herauszulösen. Vertrauen, Freundschaft und Liebe sind sicherlich die Säulen, die eine Beziehung stützen, doch wird ohne die Sexualität immer etwas fehlen.

Als Basis für eine glückliche Partnerschaft sind Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung. Mit diesen beiden Grundsätzen kann eine Beziehung auch unruhige und turbulente Zeiten unbeschadet überstehen.

Das größte Sexualorgan der Frau ist das Ohr. Welche Frau hat es nicht gerne, wenn sie Komplimente bekommt?

Wie bringt man wieder Knistern in eine Beziehung?
Auch wenn das jetzt witzig klingt: Das größte Sexualorgan der Frau ist das Ohr. Welche Frau hat es nicht gerne, wenn sie Komplimente bekommt? Wer hört nicht gerne: „Ma, bist du heute fesch“? Oder einfach nur den Anderen wieder einmal richtig wahrnehmen.

Denken Sie doch mal an die Anfangszeit Ihrer Beziehung. Und dann sagen Sie Ihrem Partner, dass Sie sich noch gut daran erinnern, wie aufgeregt Sie beim ersten Date waren. Oder verschenken Sie wieder mal Blumen – ohne Grund – ohne konkreten Anlass – einfach so, weil sie an Ihren Partner gedacht haben.

Welche Tipps haben Sie konkret, um wieder Schwung ins Sexualleben zu bringen?
Treffen Sie sich mit Ihrem Partner zu einem Date – ohne Handy – ohne Firma – ohne Zeitdruck – einfach einen Abend für einen besonderen Moment mit dem Partner.

Sagen Sie Ihrem Partner die Dinge, die Ihnen wichtig sind – auch wenn er oder sie das schon längst weiß. Zu wissen tut dem Geist gut – das auch zu hören wärmt die Seele.

Wenn Sie Sex haben, nehmen Sie bewusst mit Ihrem Partner eine Verbindung auf. Schauen Sie ihm oder ihr währenddessen auch mal tief in die Augen. Nehmen Sie sich Zeit, die Verbindung einfach zu spüren.

Nehmen Sie sich zumindest einmal im Jahr ein Wochenende für Ihre Partnerschaft. Einmal weg von zu Hause - und sei es nur eine Nacht – nur Sie und Ihr Partner – und nicht als Mama und Papa. Ergreifen Sie die Möglichkeit, Ihren Mann beziehungsweise Ihre Frau wieder als Partner wahrzunehmen und nicht nur als „anderes Elternteil“.

Foto: shutterstock/rorue

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