Lieber oben ohne

Rasiert oder mit Bart? Der Trend ist eindeutig: Wozu die Frauenwelt tendiert, erfahren Sie hier.

Glatt wie Babyhaut oder lieber bärtig wie ein Seebär? Ist Bart sexy oder ein Liebestöter? Die Meinungen zur Rasur und wann der Griff zum Rasierer unbedingt notwendig wird, sind so unterschiedlich wie eben die Geschmäcker.

Wenn es um Gesichtsrasur geht, haben Männer wie Frauen eine klare Tendenz: lieber glattrasiert als Bart.

Trotzdem gibt es eine eindeutige Tendenz: Immerhin sieben von zehn Damen geben ihre Stimme der Haarentfernung. Und: Schon vor hunderten Jahren führte ein russischer Zar eine Steuer für Bartträger ein und wollte damit den Trend in Richtung „stoppelfrei“ forcieren.

Glatt-Rasierer

Auch Männer von heute geben dem Rasierapparat den Vortritt, immerhin 71 Prozent des befragten starken Geschlechts (nach einer Studie von Gillette) finden ihr Gesicht ohne Bartstoppeln am schönsten. Dafür lassen sich Männer die Schönheitspflege auch einiges an Zeit kosten: Alleine zum Rasieren wenden sie pro Tag nämlich rund 5,7 Minuten auf.

Ohne Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen. (Salvador Dali)

Sympathie-Träger

Aber auch die Liebhaber-Fraktion des Bartwuchses hat Pro-Argumente in petto: Bart mache nämlich besonders männlich, ist ein Ausdruck von Macht und nicht zuletzt von Potenz, heißt es. Und selbst wenn Bart-Tragen modisch nicht der letzte Schrei sein sollte, so werden Bartträger laut einer Studie einer deutschen Studentin eindeutig positiver beurteilt – nämlich schlauer und sympathischer. Sieht man sich große Männer vergangener Zeiten an, so trugen beispielsweise Salvadore Dali, Leonardi da Vinci, Shakespeare, Sigmund Freud, Charles Darwin, Charly Chaplin, aber auch Kaiser Marcus Aurelius, Napoleon und Abraham Lincoln zumindest Stoppeln im Gesicht.

Bart-Variation

Doch Bart ist nicht gleich Bart: So gibt es den weniger beliebten Damenbart, den Schnauz-, Kinn-, Wangen-, Voll- oder Dreitage-Bart. Die Gesichtsfrisur beschäftigt sogar eigens gegründete Vereine, so wird jährlich eine Auszeichnung zum „Bart des Jahres“ verliehen, es gibt Bart-Weltmeisterschaften und eigene Facebook-Seiten.
Schlussendlich ist die Thematik, ob der Griff zum Rasierapparat notwendig ist, ein sprichwörtlicher Streit um Kaisers Bart. Denn der Haarwuchs ist weniger eine Frage von Symbolik als von Geschmack.

Fotos: dm, addimage/shutterstock

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