In fünf Schritten zur perfekten Grundierung

Richtig grundiert ist halb gewonnen - Top-Visagist Sergej Benedetter zeigt, wie's geht.

Schritt 1 – gründliche Reinigung

Das Wichtigste vor dem Auftragen der Grundierung ist es, die Haut gründlich zu reinigen. Ansonsten können Unreinheiten oder Fältchen entstehen - und die können die Poren verstopfen.

Tragen Sie je nach Hauttyp das für Sie richtige Produkt auf: Verwenden Sie für fettige Haut ölfreie und für trockene Haut ölhältige Produkte. Extra-Tipp: Verwenden Sie am besten immer die Reinigungsserie derselben Marke. Denn: Jede Marke hat ihre eigene Rezepturen, die sich als Kombination ergänzen. Verschiedene Marken können kontraproduktiv sein.

Schritt 2 – reichhaltige Pflege

Unter dem Make up muss immer Pflege aufgetragen werden, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern. Die Foundation ist nämlich kein pflegendes Produkt, sondern ein Gemisch aus Wasser, Öl und Puder. Außerdem lässt sich das Make up mit der Pflege besser verteilen.

Tragen Sie Pflegecremes entweder mit den Händen oder mit einem Pinsel auf. Vorsicht: Nicht zu viel, sonst glänzt die Haut. Je nachdem wie schnell die Haut das Produkt aufsaugt, können Sie bei immer noch trockener Haut mehr Creme auftragen. Haben Sie zu viel erwischt, dann die überschüssige Pflege einfach abtupfen.

Schritt 3 – passender Farbton

Der richtige Farbton ist entscheidend für eine gelungene Grundierung: Der aufgetragene Ton muss eins zu eins zur Hautfarbe passen. Doch wie die richtige Farbe erkennen? Am besten suchen Sie die richtige Grundierung nach der Farbe Ihres Halses aus.

Nehmen Sie ein kleines Tüpfchen Make up und verteilen Sie es auf dem Hals. Erkennen Sie einen Unterschied? Wenn nicht, dann ist die Farbe perfekt für Sie. Gehen Sie im Zuge dieses Tests aber jedenfalls auch ans Tageslicht, denn Kunstlicht verfremdet die Farbe.

Schritt 4 – richtiges Auftragen

Make up wird vom Hals zur Stirn aufgetragen, nicht umgekehrt. Denn: Mit der Intensität der Grundierung orientieren Sie sich am Hals. Um ebenmäßigen Teint und gute Orientierung zu erhalten, muss dieser zuerst grundiert werden.

Beim Auftragen selbst haben Sie verschiedene Möglichkeiten: Verwenden Sie einen Schwamm, einen Pinsel oder tragen Sie die Grundierung einfach mit den Fingern auf. Einfach nach oben streichen. Vorsicht: Hier ist weniger mehr - nicht zu viel  auftragen. Das Make up soll unsichtbar bleiben, aber trotzdem alles abdecken.

Schritt 5 – abschließender Feinschliff

Wenn Sie die Grundierung dünn, aber doch deckend auftragen, brauchen Sie kein Puder. Das Make up verbindet sich idealerweise mit der Pflege und bildet einen ebenmäßigen Teint. Bei besonders fettiger Haut können Sie ausschließlich Puder anstatt des Make ups verwenden. Puder absorbiert das Fett und lässt die Haut matt wirken.

Concealer werden nur bei Unregelmäßigkeiten, Rötungen oder Feuermalen verwendet. Wenn, dann  muss dieser den gleichen Ton haben wie das Make up und bei gröberen Unregelmäßigekiten am besten vor der Grundierung aufgetragen werden. Müssen Sie nur Kleinigkeiten verstecken, dann tragen Sie den Concealer punktuell nach der Grundierung auf. Absolutes No Go sind Abdeckstifte für trockene Haut, denn sie trockenen diese noch mehr aus.

Das Ergebnis

Ein ebenmäßiger Teint und strahlend glatte Haut sind das Ergebnis einer richtig aufgetragenen Foundation. Diese hält einen ganzen Tag lang - für den Notfall reicht ein leichtes Puder in der Handtasche. Kurz über das Gesicht gepinselt, sehen Sie aus wie frisch geschminkt.

Fotos: Studio Weinper/Morianz

KOMMENTARE