"Es gibt keine Frisur, die jeder Frau passt"

dm Stylistin und Hairdressing Award Gewinnerin Jacqueline Humele über Bad Hair Days und Pannen.

Bad Hair Days müssen nicht mehr sein.

Natürlichkeit erorbert gemeinsam mit Volumen und Bewegung im Haar heuer die Friseurstudios. Ob es mit dem Natur-Look auch Frisuren gibt, die kein Styling benötigen und wie man gegen Bad Hair Days kämpft, verrät Hairdressing Award Gewinnerin Jacqueline Humele.

Jacqueline Humele ist Stylistin im dm friseurstudio - und überzeugte die Jury beim Hairdressing Award 2013.

Ihre Trendfrisur für das Jahr 2014?

Vorbei ist Gott sei Dank die Zeit, in der sich jeder zweite Herr einen 12-Millimeter-Maschinenschnitt und jede Dame einen Viktoria-Beckham-Bob beim Friseur gewünscht hat. Jetzt geht der Trend sehr in Richtung Natürlichkeit. Sehr wohl aber mit einigen Raffinessen. Volumen, Bewegung im Haar und auch natürlich wirkenden Farbeffekten. Man darf damit spielen,  wobei auch bunte, satte Farben eine große Rolle spielen. Bei den Schnitten wird der Bob zurückkehren (war er jemals wirklich weg?), allerdings in einer längeren nicht so stark gestuften Form.

Frisuren machen Leute: Mit welcher Frisur kann Frau – unabhängig vom Typ – gar nichts falsch machen?

Es gibt keine Frisur die jedem passt, es gibt aber für jeden das perfekte Styling. Oft haben Kunden Vorstellungen und Wünsche, die nicht erfüllbar sind. Da Haarmenge, Qualität der Haare, Allergien oder zu aufwendiges Styling des neuen Looks der Vorstellung im Wege stehen. Wirbeln zum Beispiel: Diese widerspenstigen Haarbüscheln kennt jeder und die meisten versuchen alles, um sie in den Griff zu bekommen – Glätteisen, Massen an Stylingprodukten sollen diesen Rebellen den Garaus machen! Dabei kann man sie meistens ganz gut in eine Frisur integrieren und fransig geschnitten und mit ein bisschen Wachs in Form gebracht sorgen sie oft für den richtigen Pepp!

 

Ungewaschene Haare müssen in Zeiten von Trockenshampoo nicht mehr sein. Damit gewinnt man ein bis zwei Tage.

Gibt es eine Frisur für Leute wie mich: Absolut unfähig zum Stylen, aber gestylt aussehen wollen?

Also diese eine Frisur, die wir so gut wie nicht stylen müssen, die nach dem Aufstehen morgens aussieht wie frisch vom Friseur und die noch dazu all unsere Vorzüge zur Geltung bringt und universell bei jedem Kunden einsetzbar ist, wurde noch nicht erfunden. Zum Glück, das Friseurleben würde dadurch sicherlich einiges an Reiz verlieren.

Was ist ein absolutes Frisuren-No-Go?

Ein absolutes No-Go sind ungewaschene Haare, das muss in Zeiten von Trockenshampoo nicht mehr sein. Minderwertige, schlecht gemachte Haarverlängerungen sind der blanke Horror für mich. Aber auch zu Tode gefärbte Haare, durch Glätten stark strapazierte und abgebrochenen Spitzen gehen gar nicht.

Es gibt keine Frisur, die jedem passt aber für jeden das perfekte Styling.

Keine Zeit zum Haarewaschen, verlegte Frisur am Morgen: Ihr Tipp für Bad-Hair-Days?

Sollten die Haare am Ansatz schon etwas nachgefettet haben, heißt die ultimative Lösung Trockenshampoo. Dieses Wundermittel gibt‘s schon seit ewigen Zeiten, ist aber kurz in Vergessenheit geraten – und nun wieder ein wichtiges Helferlein im Alltag. Durch die richtige Anwendung (steht jeweils auf dem Produkt) kann man sicher ein bis zwei Tage dazugewinnen. Außerdem macht es die Haare schön griffig. Um das Haar vor dem Austrocknen zu schützen sollte beim nächsten Haarewaschen die Feuchtigkeitsmaske nicht vergessen werden. Ich persönlich trage gerne Hochsteckfrisuren an Bad-Hair-Days. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Am besten werden diese mit passenden Accessoires aufgewertet. Dafür kann man so gut wie alles verwenden: Broschen, Blumen, Ketten sogar Deko von zu Hause. Nur bitte nicht übertreiben. Hat man bereits ein auffälliges Schmuckstück auf dem Kopf, sollte der Rest des Styling eher zurückhaltend sein.

Fotos: shutterstock/Subbotina Anna, Susi Spiel

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