Fototipps: perfekte Bilder leicht gemacht

Die richtige Pose, das perfekte Make-Up und mehr. Fotografin Melanie gibt Tipps für gute Fotos.

Fototipps für das perfekte Shooting - und das perfekte Bild. Fotografieren leicht gemacht: Die richtige Pose gibt es nicht. Wichtig ist, locker zu bleiben und sich während des Shootings auch mal zu bewegen.

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Was gilt es zu beachten, wenn man ein professionelles Fotoshooting gebucht hat? Oder wenn man selbst ein Porträtfoto schießt?

Genau dafür gibt’s im dm Online Shop Magazin Fotografie-Tipps aus erster Hand: Profi-Fotografin Melanie Mösenbacher von photo-melanie.at ist regelmäßig für dm unterwegs, um die angesagtesten Street Style Trends zu knipsen. Im Interview verrät sie, was bei Make-Up und Posen zu beachten ist, damit das perfekte Foto gelingt.

Wie sollte frau sich vor dem Fotoshooting schminken?

Das kommt natürlich ganz drauf an, welche Fotos man machen möchte. Sollen es künstlerische Fotos werden, dann schminkt man sich natürlich dem Zweck entsprechend. Porträtfotos sollen hingegen die eigene Person widerspiegeln. Daher setze ich dabei auf Make-Up, das man normalerweise auch verwendet. Es sollen ja authentische Fotos werden.

Worauf ist zu achten?

Es schadet nie, wenn man eine Spur mehr als normal aufträgt, da Fotos einiges vom Make-Up verschlucken. Außerdem ist es ratsam, zum Abdecken von Hautunreinheiten eher flüssiges Make-Up zu verwenden. Puder mattiert zwar sehr gut. Es macht aber oft kleine Härchen, die man sonst gar nicht sieht, auf einmal sichtbar. Diese weg zu retuschieren ist zwar möglich, aber sehr mühsam.

Welche Teile des Gesichts sollten besonders betont werden, wo gilt es, zu kaschieren?

Betont werden sollte dem Typ entsprechend. Hat man schöne Augen, sollte man diese auch hervorheben. Das gleiche gilt natürlich auch für die Lippen. Beides gleichzeitig übertrieben zu betonen würde ich nicht raten, weil dann schnell die Natürlichkeit verloren geht. Lieber leichtes Make-Up für die Augen und dafür betonte Lippen oder umgekehrt.  Im Gesicht selber kann man gerne mit einer Mischung aus hellem und dunklem Make-Up Highlights setzen oder Schattierungen hinzufügen. Dadurch werden kleine Makel retuschiert. Wer sich geschickt schminkt, kann zum Beispiel eine Nase oder das ganze Gesicht schmaler erscheinen lassen.

Was sollte man unterlassen?

Auf keinen Fall anfangen, mit der Hand im Gesicht herumzuwischen, wenn man während des Shootings schwitzt und die Gesichtshaut glänzt. Das macht sofort rote Flecken. Lieber eine neue feine Schicht Make-up auftragen oder das Gesicht mit einem Kosmetiktuch abtupfen.

Was sind die Grundpfeiler beim Posen, worauf sollte man achten?

Dafür gibt es zwar viele Tipps und Tricks. Aber was beim Posen letztendlich zu einem guten Bild führt, variiert von Person zu Person, von Gesicht zu Gesicht und von Figur zu Figur. Körperspannung ist allerdings immer wichtig. Lieber etwas mehr durchstrecken als zu wenig. Auch wenn es sich beim Posen selber vielleicht merkwürdig anfühlt - keine Angst – auf dem Bild kommt es gut rüber. Um ein eventuell vorhandenes Doppelkinn etwas verschwinden zu lassen, kann man sich eine Spur nach vorne lehnen, den Kopf aber in derselben Höhe belassen. Dieses Nachvorlehnen fällt auf den Fotos gar nicht wirklich auf, kann aber einen großen Unterschied machen.

Um die Beine zu betonen helfen natürlich hohe Schuhe. Diese strecken auch auf Fotos und lassen Beine schlanker und natürlich länger erscheinen. Um Arme schmaler aussehen zu lassen, einfach die Ellbogen leicht nach hinten abgewinkelt lassen.  Mir persönlich ist bei meinen Fotos wichtig: Locker lassen und einfach man selbst sein. Dann funktioniert’s meistens von ganz alleine.

Was sind No-Gos beim Posen?

Nie allzu sehr mit Armen und Händen irgendwo abstützen! Lieber nur so tun als ob. Stützt man sein Gesicht zum Beispiel zu sehr mit den Händen ab, kann das Gesicht gleich mal verzogen wirken und man bekommt schnell rote Flecken auf der Haut. Wenn man sich mit den Armen abstützt, dann immer etwas vom Körper weg. Und am besten, man deutet das Abstützen nur an – das verhindert breite Oberarme. Für die Lippen gilt: Leicht spitzen ist in Ordnung, aber auf keinen Fall ein so genanntes Duck-Face machen.

Gibt es eine Pose, die immer funktioniert?

Ja, da gibt es bestimmt einige. Ich möchte mich allerdings nicht festlegen, da Fotos dann immer gleich aussehen.

Wie funktioniert ein einwandfreies Zusammenspiel zwischen Fotograf und Model? Wie kreiert man gemeinsam das perfekte Bild?

Wenn meine Kundin beim Termin erscheint, fange ich meistens nicht auf der Stelle an zu fotografieren. Lieber etwas Zeit nehmen, vorher noch eine Tasse Kaffee trinken und ein bisschen quatschen. Das lockert die Stimmung und das Shooting wird dann viel unverkrampfter. Generell sollte man genug Zeit einplanen. Wenn man unter Zeitdruck steht, werden die Fotos meistens auch nicht so gut.

Musik hilft dabei, eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Um ein schönes Bild entstehen zu lassen ist es oft auch wichtig, sich etwas zu bewegen. Nie stock und steif in einer Position verharren. Einfach kleine und nicht allzu schnelle Bewegungen machen, entweder mit dem ganzen Körper oder mit einzelnen Körperteilen. Hilft auch: Den Blick in verschiedene Richtungen wenden oder mit den Händen durch die Haare fahren. Wonach einem gerade ist. Wenn man dann in so einem Bewegungszug ein paar Mal auf den Auslöser drückt, ist mit Sicherheit ein perfekter Schuss dabei. 

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