Baby unterwegs: Experten-Tipps für Hundehalter!

Wie man den Hund an das neue Familienmitglied gewöhnt.

Der Kontakt zwischen Kind und Hund ist von Beginn an wichtig. Der Kontakt zwischen Kind und Hund ist von Beginn an wichtig.

Wer sich einen Hund anschafft, ist ein ganzes Hundeleben lang für ihn verantwortlich. Auch dann, wenn Frauchen und Herrchen Nachwuchs erwarten. Und plötzlich ändert sich alles. Das Baby braucht jetzt die ganze Aufmerksamkeit der Eltern. Damit das Miteinander von Baby und Hund trotzdem harmonisch abläuft, hat Renate Simon vom Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung hilfreiche Anregungen:

Hund an Baby gewöhnen dauert seine Zeit.

Dem Hund Zeit geben

Nicht nur für Frauchen und Herrchen ändert sich viel, auch für den Hund ist nach der Geburt nichts mehr wie zuvor. Am besten die werdenden Eltern beginnen schon frühzeitig, den Hund an neue Regeln zu gewöhnen. „Eine radikale Änderung der Tiererziehung in kurzer Zeit wird nicht funktionieren. Daher lohnt es sich, entsprechend bald damit anzufangen“, betont Renate Simon. Wichtig ist auch, dass der Hund die Regeländerungen nicht mit der Ankunft des Babys in Verbindung bringt.

Beispiele für neue Regeln:

  • Das zukünftige Kinderzimmer ist tabu. Durfte der Hund bisher überall hin, muss er es erst lernen.
  • Der Hund muss sich daran gewöhnen, auch einige Zeit alleine zu bleiben. Als Rudeltier möchte er am liebsten immer und überall mit Menschen zusammen sein. Daher ist es wichtig, das Alleinbleiben rechtzeitig zu üben.
  • Der Hund muss die neue Rangordnung im Familienrudel kennen und akzeptieren.

„Ein probates Mittel zum Eingewöhnen ist eine Babypuppe, mit der man die neuen Regeln schon vor der Geburt durchspielen kann“, rät Simon.

Hund und Baby sollen schon früh Kontakt zueinander haben.

Kontakt zwischen Baby und Hund zulassen

Sobald das Baby im Haus ist, wird der Hund oft links liegen gelassen. Oder die Eltern beginnen sofort zu schimpfen, wenn er dem Baby zu nahe kommt. Genau das ist der falsche Weg. Lassen Sie den Hund Kontakt zum Kind aufnehmen. So wird er nicht eifersüchtig und lernt, dass das ganz natürlich ist. „Ganz zu Beginn kann man den Hund über eine Decke mit dem Geruch des Neuankömmlings vertraut machen“, so Simon.

Die Gesundheit von Kindern in Tiergesellschaft wird deutlich gefördert.

Keine Angst vor übertragbaren Krankheiten

Manche Eltern haben die Befürchtung, Hunde könnten einen negativen Einfluss auf die Gesundheit des Babys haben. Renate Simon beruhigt und klärt auf: „Babys, die in Gesellschaft von Haustieren leben, werden seltener krank: Eine im Fachmagazin Pedriatics veröffentlichte Studie zeigt, dass der Kontakt zu Hunden das Immunsystem der Kleinen im ersten Lebensjahr stärkt. Für die Studie an der finnischen Universität Kuopio wurden 397 Babys in einem Alter von neun Wochen bis zu ihrem ersten Geburtstag beobachtet. Demnach zeigten die Kleinkinder mit Haustier ein um 30 Prozent verringertes Risiko, an Atemwegsinfektionen zu erkranken. Auch Mittelohrentzündungen und andere Ohrinfektionen reduzierten sich um die Hälfte. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Gesundheit der Kinder in Tiergesellschaft deutlich gefördert wird.“

Foto: shutterstock/antoniodiaz

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